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Wirtschaft | Do, 19.05.2011 09:17

1. Quartal 2011: Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland deutlich gestiegen

Im ersten Quartal 2011 hatten rund 40,4 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland. Das waren 552.000 Personen oder 1,4% mehr als vor einem Jahr. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stellt diese Zahl den höchsten Erwerbstätigenstand in einem ersten Quartal seit der Wiedervereinigung dar.


Im Vergleich zum vierten Quartal 2010 sank die Zahl der Erwerbstätigen im ersten Quartal 2011 saisonal bedingt um 639.000 Personen (- 1,6%). Eine Abnahme der Erwerbstätigkeit ist im ersten Quartal eines Jahres üblich. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, erhöhte sich dagegen die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorquartal um 142.000 Personen oder 0,3%.

In den einzelnen Wirtschaftsbereichen entwickelte sich im ersten Quartal 2011 die Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vorjahr unterschiedlich. In den Dienstleistungsbereichen (Handel, Gastgewerbe und Verkehr, Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister sowie öffentliche und private Dienstleister) waren absolut gesehen weiterhin die größten Zuwächse zu verzeichnen: + 389.000 Erwerbstätige oder + 1,3% gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Baugewerbe wies mit + 2,3% (+ 49.000 Personen) die höchste Entwicklungsrate aus. Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) stieg die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahr um 114.000 Personen oder 1,5%, im vierten Quartal 2010 waren es noch + 31.000 Personen oder + 0,4% gewesen. In der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei stagnierte die Erwerbstätigenzahl gegenüber dem Vorjahr.

Die Zahl der Arbeitnehmer erhöhte sich im ersten Quartal 2011 im Vergleich zum ersten Quartal 2010 um 548.000 Personen oder 1,5% auf 36,0 Millionen Personen. Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger wuchs im Berichtsquartal leicht um 4.000 Personen oder 0,1% auf rund 4,4 Millionen.

Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat sich im ersten Quartal 2011 die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen im Vergleich zum ersten Quartal 2010 um 1,4% auf 364,5 Stunden erhöht. Wesentlich dazu beigetragen haben die verringerte Inanspruchnahme von Kurzarbeit sowie der leichte Anstieg der normalen Wochenarbeitszeit und der Überstunden. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen - also das Produkt aus Erwerbstätigenzahl und geleisteten Stunden je Erwerbstätigen - erhöhte sich dabei gegenüber dem ersten Quartal 2010 um 2,8% auf rund 14,7 Milliarden Stunden.

(Redaktion)