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| Mi, 11.04.2012 09:25

11. Heidelberger Innovationsforum: Speed-Dating für IT-Geschäftsideen aus der Wolke

Am 17. April findet das elfte Heidelberger Innovationsforum im Studio der Villa Bosch in Heidelberg statt. Die „Matchmaking“-Plattform setzt sich seit 2005 das Ziel, Start-ups mit Investoren und Forscher mit Unternehmen zusammen zu bringen. Das Forum bietet Gründern eine gute Gelegenheit, ihre Geschäftsideen vor „Business Angels“ und Entscheidern aus der Wirtschaft zu präsentieren um so Geldgeber, Kooperationspartner oder strategische Partner für ihr Produkt zu finden. Veranstalter des Innovationsforums sind die EML European Media Laboratory GmbH und die MFG Innovationsagentur für IT und Medien Baden-Württemberg

Das Heidelberger Innovationsforum im Tagungszentrum Studio Villa Bosch. (Foto: MFG)

Das Heidelberger Innovationsforum im Tagungszentrum Studio Villa Bosch. (Foto: MFG)


Dieses Jahr steht das Trendthema Cloud Computing im Mittelpunkt, eines der Top-Themen der IT-Branche. Noch vor vier Jahren war das „Rechnen mit der Wolke“ nur Insidern ein Begriff. Inzwischen nutzen rund 28 Prozent aller Unternehmen die innovative Technologie. Für dieses Jahr soll der Umsatz mit Cloud-basierten Lösungen um 47 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro steigen. Das ergab eine aktuelle Studie im Auftrag des Branchenverbands Bitkom. Die Vorteile des Modells liegen auf der Hand: Unternehmen müssen keine eigene Infrastruktur mehr aufbauen, sondern können IT-Leistungen je nach Bedarf über das Internet beziehen: Rechner- und Speicherressourcen ebenso wie Software oder Entwicklungsumgebungen. Auf diese Weise senken sie ihre IT-Kosten, werden flexibler und erhöhen die Verfügbarkeit ihrer IT-Systeme.

Nicht alle, die auf dem Heidelberger Innovationsforum nach Kapital oder Kontakten suchen, sind Gründer im klassischen Sinne. Das Unternehmen Linuxpartner zum Beispiel gibt es schon seit 1999. Das Unternehmen aus Schriesheim ist längst eine feste Größe im Open-Source-Markt. In Heidelberg wird Geschäftsführer Frank Thurecht sein jüngstes Projekt präsentieren: eine Cloud-basierte Software zum Laden und Abrechnen von Leistungen rund um das Thema Elektromobilität. Pilotprojekte mit namhaften Kunden wie McDonald´s, MVV-Energie und SAP Future-Fleet zeugen vom Potenzial der Lösung.

Ein noch junges Unternehmen – aber schon sehr erfolgreich – ist die Conceptboard GmbH. Das Stuttgarter Start-up reist mit seiner gleichnamigen Softwarelösung nach Heidelberg. Das Tool soll die Zusammenarbeit in Teams deutlich vereinfachen, indem es alle Dokumente zum gemeinsamen Bearbeiten online zur Verfügung stellt. Eine klassische Neugründung ist die casitory GmbH. Das Unternehmen aus Niedersachsen bietet seinen Kunden professionelle Lösungen zur Datensicherung an. Die Software macht herkömmliche Wechseldatenträger überflüssig und speichert stattdessen Unternehmensdaten verschlüsselt über die „Cloud“. Das neue Verfahren ist wesentlich effizienter und sicherer als herkömmliche Methoden.

Die Eröffnungsreden halten in diesem Jahr Wim de Waele, Geschäftsführer von IBBT, der belgischen Innovationsagentur und Forschungseinrichtung für IT und Medien, und Dr. Wolfang Faisst, Leiter des SAP Store, SAP AG. Einen Blick hinter die Kulissen und die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bietet der Workshop „Cloud Start-ups“. Hier gewähren bereits erfolgreiche „Cloud“-Unternehmer wertvolle Einblicke in Erfolgsfaktoren, gewonnene Erkenntnisse sowie Finanzierungs- und Marketingstrategien.

Das Heidelberger Innovationsforum hat seit 2005 zahlreichen Start-ups zu  Kapitalgebern, Experten und potenziellen Partnern verholfen: In den vergangenen sieben Jahren nahmen 350 Forscher, Entwickler und Unternehmensgründer an der Veranstaltung teil. Mehr als die Hälfte von ihnen knüpfte auf dem Forum interessante Kontakte. Etwa 20 Prozent davon mündeten in erfolgreiche Gründungen, Entwicklungskooperationen oder Lizenzierungen.

Das Programm und weitere Informationen stehen unter www.heidelberger-innovationsforum.de zur Verfügung.

(Redaktion)