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Wirtschaft | Fr, 12.07.2013 09:07

17 Prozent der Minijobber in Baden-Württemberg sind 65 Jahre und älter

Zur Jahresmitte 2012 hatten in Baden-Württemberg knapp 115.000 Frauen und Männer der Generation 65plus einen Minijob. Dies teilt das Statistische Landesamt nach Auswertung der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit mit.


Rund 53.l000 oder fast die Hälfte der Minijobber der Generation 65plus waren im Alter von 65 bis unter 70 Jahre. 41.000 Personen (36 Prozent) gehörten der Altersgruppe der 70- bis unter 75-Jährigen an. Noch gut 20.000 Minijobber (18 Prozent) waren 2012 bereits 75 Jahre oder älter. Gemessen an den rund 2,1 Millionen baden-württembergischen Einwohnern im Rentenalter hatten insgesamt 5,5 Prozent einen Minijob.

Damit war im Südwesten unter der Generation 65plus der Anteil der Rentner mit einer geringfügig entlohnten Beschäftigung so hoch wie in keinem anderen Bundesland. Bundesweit betrug der entsprechende Wert 4,5 Prozent. Insgesamt hatten die Rentnerinnen und Rentner in West-Deutschland deutlich häufiger einen Minijob als im Osten (5,0 bzw. 2,8 Prozent). Den kleinsten Anteil hatte mit 2,4 Prozent Sachsen-Anhalt.

Allein in den letzten 10 Jahren stieg im Südwesten die Zahl der Minijobber im Rentenalter um rund 35.000 Personen. Berücksichtigt man, dass aufgrund des demografischen Wandels im selben Zeitraum auch insgesamt die Zahl der Einwohner im Alter von 65 Jahren und darüber um 19 Prozent zugenommen hat, so war dennoch der Zuwachs der Rentner mit Minijob mit  43 Prozent weit mehr als doppelt so hoch. Dies zeigt deutlich den Trend der Generation 65plus, auch im Rentenalter noch weiter aktiv erwerbstätig zu bleiben.

Insgesamt stellten die Minijobber der Generation 65plus nach 13 Prozent im Jahr 2002 aktuell rund 17 Prozent der knapp 690.000 ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigten im Land. Die Tätigkeitsschwerpunkte der Minijobber im Rentenalter waren die Industrie und der Handel.

(Redaktion)