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Wirtschaft | Mo, 08.08.2011 09:00

29 Prozent des Energieverbrauchs in Baden-Württemberg entfallen auf den Verkehr

In Baden-Württemberg werden 29 Prozent der Endenergie im Sektor Verkehr verbraucht, der Rest entfällt auf Industrie, Haushalte und sonstige Kleinverbraucher. Der Straßenverkehr nimmt mit rund 94 Prozent den größten Anteil am Energieverbrauch des Verkehrs ein (entspricht 27 Prozent am gesamten Endenergieverbrauch). Die übrigen 6 Prozent verteilen sich auf die Binnenschifffahrt sowie Schienen- und Luftverkehr. Dies teilte das Statistische Landesamt mit.


Insgesamt wurden 2009 im Verkehr rund 300,4 Petajoule und damit knapp 2 % weniger Energie benötigt als im Vorjahr. Vom Verbrauchsrückgang war der Luftverkehr im Krisenjahr 2009 besonders betroffen (minus 22 Prozent) während der Verbrauch im Straßenverkehr – wie bereits in den Vorjahren – nur leicht zurückging (minus 1 Prozent).

Die zunehmende Verbreitung und Nutzung des Automobils hat zwar zwischen 1965 und 2009 zu einer Verdreifachung des Energieverbrauchs im Straßenverkehr geführt, seit der Jahrtausendwende geht er jedoch stetig zurück. Der Kraftstoffverbrauch je Kraftfahrzeug hat sich seit 1965 sowohl bei den Kraftfahrzeugen mit Ottomotor als auch bei den Dieselfahrzeugen fast halbiert. Seit Mitte der 90er Jahre verschob sich dabei das Verhältnis immer mehr zu Gunsten des Dieselkraftstoffs. Im Jahr 2004 wurde erstmals mehr Diesel als Ottokraftstoff verbraucht.

Eine feste Größe sind inzwischen auch die Biokraftstoffe. Ihr Verbrauch im Straßenverkehr erreichte seinen Höchstwert im Jahr 2007 mit einem Anteil von 7 Prozent, im Jahr 2009 waren es noch etwas über 5 Prozent. Ein leichter Zuwachs – wenn auch auf sehr niedrigem Niveau – zeigt sich beim Flüssiggas, auch Autogas genannt. Seit 2004 stieg der Verbrauch um das 23fache. Sein Anteil am Energieverbrauch im Straßenverkehr betrug 2009 jedoch nur knapp 1 Prozent.

(Redaktion)