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| Fr, 11.05.2012 10:39

3. Internationaler Hafenkongress: Energieeinsparungen und Klimaschutz im Fokus

Auf reges Interesse trifft der 3. Internationale Hafenkongress, der am 24. und 25. Mai 2012 im Kongresszentrum Karlsruhe stattfindet. Vertreter der internationalen See- und Binnenhäfen aus Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz, der Tschechischen Republik und den Niederlanden sowie den dort ansässigen Verladern, Logistik- und Transportfirmen diskutieren aktuelle Themen. Auch zahlreiche Vertreter aus Politik und der öffentlichen Verwaltung haben sich für den Kongress und die begleitende Ausstellung angemeldet. Aufgrund der zahlreichen französischsprachigen Referenten und Teilnehmer werden Vorträge und Podiumsdiskussionen simultan in Deutsch und Französisch übersetzt.


Das Konferenzprogramm des 3. Internationalen Hafenkongresses widmet sich ganz den Themen „Logistik“, „Infrastruktur“ und „Gewerbeimmobilien“. Der Schwerpunkt „Gewerbeimmobilien“ ist zum ersten Mal Teil des Kongressprogramms und beleuchtet den Aspekt, dass Logistik sowohl Platz als auch Akzeptanz benötigt. So leisten die Binnenhäfen mit dem Geschäftsmodell der Vergabe von Eigentum auf Zeit mittels Miet- und Erbbaurechtsverträgen einen wertvollen Beitrag zur Nachhaltigkeit in den Standorten ihrer Häfen. Joachim Zimmermann, Geschäftsführer der Bayernhafen GmbH aus Regensburg erläutert, wie ein vorausschauendes Flächenmanagement unnötigen Flächenfraß verhindert und Platz schafft für zeitgemäße und bedarfsgerechte Ansiedlungen. Die ökologisch als auch ökonomisch sinnvolle Transportverlagerung auf die Verkehrsträger Schiff und Bahn kann dadurch aktiv gefördert werden.

Wichtiges Thema im Bereich „Logistik“ ist die Frage, wie sich das wachsende Güterverkehrsaufkommen mit Energieeinsparungen und Klimaschutz vereinbaren lässt. So stellt Werner Gonsior vom Liebherr-Werk Nenzing, Österreich, Green-Logistics für die Binnenschifffahrt vor: Innovative Umschlaggeräte mit Eco-Drive sowie Hybrid- und Elektroantrieb sorgen für CO² Einsparung, die Verwendung von biologisch abbaubaren Ölen und Biodiesel ist jederzeit möglich. Neue ökologische Ansätze können aber auch eine Chance für die Zukunft der Binnenhäfen sein, erläutert Andreas Löffert, Hafen Straubing-Sand. Dank Biomassen hat sich Straubing als Region der Nachwachsenden Rohstoffe positioniert und neue Industrien aus dem Bereich der energetischen Nutzung von Biomassen angesiedelt. Die Bereitstellung von Rohstoffen für diese Industrien rufen nun zweistellige Wachstumsraten auf Bahn und Schiff hervor.

Die Ausbaustrategien der Seehäfen und der Markteintritt eines weiteren Seehafens (JadeWeserPort Wilhelmshaven) erhöhen die Anforderungen an das Hinterlandnetzwerk in punkto Kapazität und Qualität laufend. Im Themenstrang „Infrastruktur“ werden die großen europäischen Bauprojekte der Binnenschifffahrt beleuchtet. So stellt Hans-Peter Hadorn, Schweizerische Rheinhäfen, Basel, den Rheinkorridor Rotterdam - Basel - Genua als wichtigen Fortschritt dar. Gerade im Containersegment eröffnen sich für die Binnenschifffahrt neue Möglichkeiten und Rollen in der Transport- und Logistikkette. Am Beispiel der RheinPorts-Häfen Basel, Mulhouse und Weil am Rhein werden entsprechende Entwicklungspfade aufgezeigt.

Der Internationale Hafenkongress lädt im zweijährigen Turnus die Entscheider und Führungskräfte der Binnenschifffahrtsbranche, der Logistik- und Transport­wirtschaft, anerkannte Verkehrsexperten sowie die Vertreter aus der Verwaltung und Politik nach Karlsruhe ein. Die Vorträge und die Podiums­diskussionen befassen sich eingehend mit der Zukunft der Binnenhäfen und den aktuellen weltweiten wirtschaftlichen Entwicklungen im Güterverkehr.

Die Schirmherrschaft für den 3. Internationalen Hafenkongress hat der Minister für Verkehr und Infrastruktur des Landes Baden-Württemberg, Winfried Hermann, übernommen.

Weitere Informationen sind unter www.hafenkongress.de abrufbar.

(Redaktion)