Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Di, 13.11.2012 09:47

3,7 Millionen Erwerbstätige wollen mehr arbeiten

Im Jahr 2011 wünschten sich rund 3,7 Millionen Erwerbstätige im Alter von 15 bis 74 Jahren mehr Arbeit. Gleichzeitig wollten knapp 1 Million Erwerbstätige weniger arbeiten. Unterbeschäftigte möchten ihre Wochenarbeitszeit dabei durchschnittlich um 11,5 Stunden erhöhen. Überbeschäftigte würden ihre Arbeitszeit gern um durchschnittlich 11,7 Stunden reduzieren. Damit wollten unterm Strich deutlich mehr Erwerbstätige länger als kürzer arbeiten. Dies berichtet das Statistische Bundesamt anhand von Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung.


Aus den Arbeitszeitwünschen der Unter- und Überbeschäftigten ergibt sich für 2011 per Saldo ein ungenutztes Arbeitspotenzial von knapp 31,6 Millionen Arbeitsstunden pro Woche. Dieses ungenutzte Potenzial entspräche rein rechnerisch rund 790.000 Vollzeitstellen von jeweils 40 Wochenstunden oder 2,2 Prozent der gewöhnlich pro Woche geleisteten Arbeitsstunden.

Unterbeschäftigte sind Erwerbstätige, die den Wunsch nach zusätzlichen Arbeitsstunden haben und für diese auch zur Verfügung stehen. Überbeschäftigte sind Erwerbstätige, die den Wunsch haben, ihre Arbeitsstunden zu reduzieren. Dafür würden sie auch ein verringertes Einkommen hinnehmen.

Von den insgesamt 3,7 Millionen unterbeschäftigt Erwerbstätigen gingen knapp 2 Millionen eine Teilzeitbeschäftigung nach. Immerhin 1,7 Millionen übten eine Vollzeittätigkeit mit mindestens 32 Wochenstunden aus. Unterbeschäftigte in Teilzeit wollten ihre Wochenarbeitszeit um durchschnittlich 15,5 Stunden erhöhen, Unterbeschäftigte in Vollzeit um 6,9 Stunden.

Unterbeschäftigung bei einer Vollzeittätigkeit ist im Gegensatz zu Unterbeschäftigung der Teilzeitbeschäftigten eine Männerdomäne. Von den 1,7 Millionen Unterbeschäftigten in Vollzeit sind knapp 1,3 Millionen männlich. Etwa 1,4 Millionen der knapp 2,0 Millionen Unterbeschäftigten in Teilzeit sind weiblich.

Überbeschäftigt Erwerbstätige sind überwiegend in einer Vollzeitbeschäftigung (848.000 von 929.000) und wollen ihre Wochenarbeitszeit um durchschnittlich 12,1 Stunden verringern. Erwerbstätige, die bereits eine Teilzeittätigkeit ausüben und dennoch überbeschäftigt sind, würden durchschnittlich eine um 7,8 Stunden reduzierte Wochenarbeitszeit bevorzugen.

(Redaktion)