Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Do, 06.02.2014 08:41

3,7 Prozent mehr - Abschluss in der Chemie-Tarifrunde 2014 erzielt

In der chemischen Industrie in Baden-Württemberg steigen die Tarif-Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 3,7 Prozent. Die Laufzeit des in Hannover auf Bundesebene vereinbarten Tarifvertrages beträgt 15 Monate. Gleichzeitig wurde ein neuer Tarifvertrag „Zukunft durch Ausbildung und Berufseinstieg“ beschlossen.


Thomas Mayer, Hauptgeschäftsführer der baden-württembergischen Chemie-Arbeitgeber, nahm zum Tarifabschluss Stellung: „Der Abschluss spiegelt die unterschiedliche wirtschaftliche Lage der Unternehmen in der Branche wider. Natürlich ist jede Erhöhung eine Kostenbelastung. Aber: Der neue Tarifvertrag 'Zukunft durch Ausbildung und Berufseinstieg' bündelt und stärkt die Ziele und Maßnahmen der Sozialpartner der chemischen Industrie im Ausbildungsmarketing.“

Als „branchenbezogene politische Zielsetzung“ gelte die Vereinbarung, dass für die übernommenen Ausgebildeten ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis der Normalfall werden soll. Mayer: „Der neue Tarifvertrag ist damit Teil einer innovativen Tarifpolitik, ohne dass die Personalplanung der Betriebe eingeschränkt wird.“ Der neue Ausbildungs- und Berufseinstiegstarifvertrag sieht zudem vor, dass 2014 bis 2016 jährlich bundesweit 9.200 neue Ausbildungsstellen jährlich angeboten werden.

Die Tariferhöhung wird in Baden-Württemberg ab 1. März 2014 wirksam. Damit ist ein „Leermonat“ ohne Entgelterhöhung vorgeschaltet. Die Erhöhung kann jedoch auf freiwilliger Basis um einen weiteren Monat, bei besonderen Schwierigkeiten des Unternehmens auch um zwei Monate verschoben werden. Diese Regelung trägt der unterschiedlichen Situation innerhalb der Teilbranchen Rechnung. Der Tarifvertrag läuft bis Ende März 2015 und gilt in der chemischen Industrie in Baden-Württemberg für mehr als 230 Unternehmen mit etwa 72.000 Beschäftigten.

 (Redaktion)