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Wirtschaft | Fr, 08.10.2010 09:35

6. Frauenwirtschaftstage in Baden-Württemberg

„Ohne Frauen ist schon lange kein Staat mehr zu machen und auch keine Wirtschaft. Denn Frauen stellen heute einen starken Wirtschaftsfaktor in Baden-Württemberg dar“, erklärte Wirtschaftsminister Ernst Pfister in Stuttgart im Vorfeld der sechsten Frauenwirtschaftstage, die vom 21. bis 23. Oktober 2010 im ganzen Land stattfinden.


Das Wirtschaftsministerium, das die Frauenwirtschaftstage initiiert hat, bietet in Zusammenarbeit mit den Kontaktstellen Frau und Beruf, den Agenturen für Arbeit, den Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Wirtschaftsförderern, Kommunen, Hochschulen, Frauen- und Wirtschaftsorganisationen, Verbänden und weiteren Beteiligten an 53 Orten Veranstaltungen an. Betriebe, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und alle interessierten Frauen und Männer haben die Möglichkeit, sich in regionalen Veranstaltungen zu informieren und beraten zu lassen.

Dabei geht es um die Themen „Frauen auf dem Weg in Führungspositionen“, „Unternehmerinnen“, „Unternehmensnachfolge und Existenzgründung“, „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, „Vernetzung und Kooperation“ und „Wiedereinstieg von Frauen in den Beruf“.

Der Minister wies darauf hin, dass sich der Frauenanteil an allen Erwerbstätigen in Baden-Württemberg seit Anfang der 90er Jahre von 41 auf knapp 46 Prozent erhöht habe. Obwohl die Zahl der weiblichen Führungskräfte in Baden-Württemberg zwischen 2000 und 2007 um knapp 62 Prozent, die der männlichen um 16 Prozent gestiegen ist, sind Frauen jedoch unter den Führungskräften noch immer unterrepräsentiert. Im Jahr 2007 übten rund 189.000 Männer und knapp 52.000 Frauen eine Führungsposition aus. Unterschiede gibt es vor allem auch beim Einkommen. „Selbst bei gleichem beruflichem Ausbildungsabschluss haben Frauen in bestimmten Tätigkeitsfeldern ein niedrigeres Nettoeinkommen als Männer“, erklärte Ernst Pfister.

Allein in Baden-Württemberg fehlen auf der Basis ökonometrischer Hochrechnungen mehr als 13.000 Ingenieurinnen und Ingenieure in den Unternehmen. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird sich der bereits bestehende Mangel an Fachkräften weiter verschärfen. Nach einer Studie der Prognos AG könnten in Baden-Württemberg im Jahr 2015 bereits 280.000 und im Jahr 2030 rund 500.000 Erwerbstätige fehlen. „Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, den Anteil und die Erwerbsbeteiligung der Frauen in den MINT-Berufen zu erhöhen“, so Ernst Pfister.

Weitere Informationen zu den sechsten Frauenwirtschaftstagen sind im Internet unter www.wm.baden-wuerttemberg.de/sixcms/detail.php/105853 abrufbar.

(Redaktion/WM BW)