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Wirtschaft | Di, 21.04.2015 12:55

74.000 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge

Die zum Vorjahr leicht zurückgehende Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Baden‑Württemberg um 0,6 Prozent auf nunmehr 74.000 im Jahr 2014 zeigt, dass der Ausbildungsmarkt versucht, sich nach dem deutlichen Rückgang des Vorjahres (−3,9 Prozent) zu stabilisieren. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes gingen die Neuabschlüsse gegenüber dem Vorjahr bei den männlichen mit −0,8 Prozent als auch bei den weiblichen Jugendlichen mit −0,3 Prozent nur leicht zurück.


Zum Stichtag 31. Dezember 2014 befanden sich insgesamt 192.400 Auszubildende (−1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr) in Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. der Handwerksordnung (HwO). Darunter erstmals seit 2002 wieder über 20.000 Jugendliche mit einem ausländischen Pass. Durch den Anstieg der Neuabschlüsse von ausländischen Jugendlichen der letzten acht Jahre lässt sich die absolute sowie prozentuale Zunahme ausländischer Auszubildender auf dem Ausbildungsmarkt gut aufzeigen. Während die Anzahl der Neuabschlüsse insgesamt in diesem Zeitraum um 8,6 Prozent sank, stieg die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge (+14,8 Prozent) von ausländischen Jugendlichen von 7.470 Neuabschlüssen in 2007 auf 8.570 in 2014. Entsprechend stieg der Anteil ausländischer Jugendlicher an den Neuabschlüssen in diesem Zeitraum von rund 9,2 Prozent auf 11,6 Prozent.

Im Ausbildungsbereich Freie Berufe bedeutet dies im Jahr 2014, dass jeder sechste neu abgeschlossener Ausbildungsvertrag von einer ausländischen Jugendlichen oder von einem ausländischen Jugendlichen unterschrieben wurde. Im Handwerk war es jeder siebte und im größten Ausbildungsbereich Industrie und Handel jeder zehnte.

Die Differenzierung der Neuabschlüsse nach Ausbildungsbereichen zeigt gegenüber dem Vorjahr für das Jahr 2014, dass die beiden Ausbildungsbereiche Freie Berufe mit knapp 5.700 (+3,5 Prozent) und Landwirtschaft (+1,9 Prozent) Zuwächse bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen zu verzeichnen hatten. Dagegen weisen die zwei größten Ausbildungsbereiche Industrie und Handel sowie Handwerk einen geringfügigen Rückgang von 385 bzw. 131 Neuabschlüssen aus. Allein die zwei kleineren Bereiche Öffentlicher Dienst und Hauswirtschaft verzeichnen prozentual größere Rückgänge mit −4,2 bzw. −12,8 Prozent. Als absolute Zahl zusammenaddiert, sind dies 140 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge weniger.

(Redaktion)