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Wirtschaft | Do, 06.10.2011 10:11

Abmahnungen im Online-Handel weiter rückläufig

Die Lage für deutsche Online-Händler entspannt sich: Seit 2007 ging die Zahl der Abmahnungen um etwa 33 Prozent zurück. Das zeigt die dritte Studie „Abmahnungen im Online-Handel“, die Trusted Shops unter mehr als 500 Shopbetreibern durchgeführt hat.


Im Durchschnitt erhielt jeder Umfrageteilnehmer im Jahr 2011 1,4 Abmahnungen. 2009 waren es noch 1,6 Abmahnungen, und 2007 lag die Anzahl der Abmahnungen bei 2,1 pro Shop. Somit hat sich die Anzahl der Abmahnungen um rund ein Drittel reduziert. Besonders erfreulich: Der Anteil rechtsmissbräuchlicher Abmahnungen sank auf 2,2 Prozent (6,25 Prozent in 2009). Auch sind keine neuen Massenabmahner mehr im Markt aufgefallen.

„Die Rückläufigkeit bei den Abmahnungen ist für uns eine Bestätigung unserer Arbeit für die Shopbetreiber und Verbraucher gleichermaßen“, erläutert Dr. Carsten Föhlisch, Leiter der Abteilung Recht bei der Trusted Shops GmbH. „Durch unsere umfangreichen Qualitätskriterien sorgen wir bei unseren mehr als 10.000 Onlineshops dafür, dass Abmahnungen seltener werden. Für den Verbraucher bedeutet dies: Immer mehr Shopbetreiber achten auf die Einhaltung der Verbraucherrechte“, so Föhlisch weiter.

Die fünf häufigsten Abmahngründe:

1. Fehlerhafte Belehrung über das Widerrufsrecht (28,5 Prozent)

2. Markenrechtsverletzungen (12,0 Prozent)

3. Urheberrechtsverletzungen (9,5 Prozent)

4. Fehlerhafte Preisangaben (9,0 Prozent)

5. Fehlerhafte AGB (7,1 Prozent)

Auch wenn die Abmahnhäufigkeit im deutschen Online-Handel weiterhin rückläufig ist, sind die Folgen einer Abmahnung für den Shopbetreiber nach wie vor gravierend. 51 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen ihre Existenz durch Abmahnungen bedroht. Im Vergleich zur Studie des Jahres 2009 entspricht dies einem Anstieg von mehr als 10 Prozent.

Im Durchschnitt liegt der finanzielle Schaden pro Händler bei 5.300 Euro. Bezogen auf die Gesamtheit der Teilnehmer ergibt das die Summe von 1,2 Millionen Euro.

(Redaktion)