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| Fr, 13.07.2012 09:49

AMB 2012: Messegelände komplett ausgebucht

Die AMB, internationale Ausstellung für Metallbearbeitung, die vom 18. bis 22. September 2012 auf dem Gelände der Messe Stuttgart stattfindet, befindet sich auf Erfolgskurs. Sämtliche Ausstellungsflächen sind schon seit Monaten ausgebucht. Über 1.300 Aussteller werden erwartet. Insgesamt sind Aussteller aus 27 Ländern vertreten. Auf Platz 1 der Auslandsbeteiligungen liegt traditionell die Schweiz, gefolgt von Italien, Spanien und Japan. Aber auch aus Australien, Brasilien, der Russischen Föderation, Korea und den USA sind Aussteller auf der AMB 2012 dabei. Belegt sind alle neun Messehallen und damit insgesamt 105.200 Bruttoquadratmeter Ausstellungsfläche.

Die AMB 2012 findet vom 18. bis 22. September in Stuttgart statt. (Foto: Messe Stuttgart)


Einziger Wermutstropfen: das Messegelände ist schon wieder zu klein. „Wir hätten ein bis zwei weitere Standardhallen füllen können, die wir aber leider nicht haben“, bedauert Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart. Für die Hallen 4 und 6, wo die Peripherie und Spezialmaschinen untergebracht sind, gibt es lange Wartelisten. In den anderen Bereichen konnte den Ausstellern zum Teil nicht die gewünschte Flächengröße angeboten werden. „Allen Ausstellern, die sich bis zum offiziellen Anmeldeschluss 30. Juni 2011 angemeldet haben, konnten wir eine Standfläche anbieten, danach wurde es schwierig“, muss Kromer einräumen.

Vor dem Hintergrund einer weiterhin hervorragenden Maschinenbaukonjunktur dürften auch die Besucherzahlen noch einmal deutlich über den Rekordzahlen von 2010 (86.000, davon elf Prozent aus dem Ausland) liegen. Zur AMB 2012 werden mehr als 90.000 Fachbesucher erwartet. Damit habe sich die AMB „endgültig zur europäischen Leitmesse für die Werkzeugmaschinen- und Präzisionswerkzeugbranche in den geraden Jahren entwickelt“, ist sich Kromer sicher.

Aber nicht nur konjunkturell läuft es glänzend. Der ständig steigende Erfolg der AMB sei auch ein Indiz für die Branchenbedeutung Baden-Württembergs. „Baden-Württemberg ist das Werkzeugmaschinen Kernland der Bundesrepublik; rund die Hälfte aller deutschen Maschinenbauunternehmen und deren Zulieferer haben hier ihren Sitz“, so Kromer weiter. Auch die Abnehmerseite konzentriere sich im ‚Ländle‘. Für ausländische Aussteller biete das den großen Vorteil, sehr leicht mit ihren potenziellen Kunden in Baden Württemberg in Kontakt zu kommen. Ausländische Besucher profitierten ebenfalls, wie Kromer erklärt: „Neben der großen Vielfalt internationaler und großer deutscher Aussteller, finden sie hier die oft besonders interessanten kleineren, hochspezialisierten Unternehmen, die nur auf der AMB ausstellen.“ Das Land bietet auch ein interessantes Umfeld für Investitionen. Denn Baden Württemberg verfügt über eine einmalige Mischung aus großen Unternehmen mit Weltruhm, kleinen, hochinnovativen ‚Hidden Champions‘ und einem exzellenten Forschungsumfeld mit 80 Hochschulen und Berufsakademien sowie über 100 außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Im Zentrum des AMB-Angebots steht die Zerspantechnik mit den drei Bereichen spanende und abtragende Werkzeugmaschinen sowie Präzisionswerkzeuge. Darum herum gruppieren sich Anbieter aus der Messtechnik und Qualitätssicherung, der Robotik, der Werkstück- und Werkzeughandhabungstechnik, dem Softwarebereich und dem Engineering sowie Bauteile, Baugruppen und Zubehör. Zur leichteren Orientierung der Besucher sind die Bereiche thematisch geordnet. Die Dreh- und Fräsmaschinen sowie Bearbeitungszentren befinden sich in den nebeneinander liegenden Hallen 3, 5, 7 und 9. Die Präzisionswerkzeuge sind in den Hallen 1 und 2 untergebracht, also in direkter Nachbarschaft. Gegenüber den Werkzeugmaschinenhallen sind die Peripherieanbieter zu finden: Software und Engineering, Steuerungen und weitere Ausrüstung bzw. Zubehör in der Halle 4, Säge-, Bohr- und Verzahnmaschinen in der Halle 6 sowie Schleif- und Entgratmaschinen in der Halle 8.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt hervorragend den Messeauftritt der ausstellenden Unternehmen. Dabei arbeitet die AMB mit führenden Verbänden, Forschungsinstituten und Universitäten zusammen, um Informationen mit hoher Relevanz rund um die industrielle Fertigung liefern zu können. Die Fertigung aus Sicht der Wissenschaft zeigt die „Innovationstour Metallbearbeitung – Trends von morgen“ des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der Technischen Universität Darmstadt. In geballter Form erfährt der AMB-Besucher, gut strukturiert und auf Wunsch von Fachleuten geführt, alles über die neuesten Zukunftsentwicklungen der Fertigungstechnik.

Nachhaltigkeit ist ein weiteres Thema, das zunehmend Dynamik erfährt. Die „Blue Competence“ Initiative des VDW wird sich und ihre Aktivitäten präsentieren. Neben mehreren Fachverbänden des VDMA und anderen Organisationen des Maschinen-und Anlagenbaus sind der Inititiative mittlerweile125 führende Unternehmen der Branche beigetreten. Die Initiative will Technologien und Verfahren vorantreiben, die den Energieverbrauch senken, Rohstoffe schonen, weniger Emissionen erzeugen oder die Lebensbedingungen der Menschen verbessern.

Ebenfalls wieder dabei ist das Partnernetzwerk "Enterprise Europe Network" (früher b2fair). Organisiert von der Handwerkskammer Stuttgart, richtet sich das von der Europäischen Kommission initiierte Angebot speziell an kleine und mittlere Unternehmen, die Produktions- oder Vertriebspartner im Ausland suchen – und umgekehrt. Groß geschrieben wird auf der AMB auch das Thema Arbeitsschutz. In Halle 5 präsentiert die “Berufsgenossenschaft Holz und Metall“ das Thema Sicherheit. Erstmals findet 2012 parallel zur AMB der 8. Konstrukteurstag „Sicherheit + Automation“ statt. Die Tagung am 18. September mit begleitender Fachausstellung im ICS, veranstaltet von der Messe Stuttgart, dem Sicherheitsexperten Pilz und der Konradin-Mediengruppe, steht unter dem Motto „Maschinensicherheit praktisch umsetzen! Innovative Technologien und zukunftssichere Applikationen“.

(Redaktion)