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Wirtschaft | Fr, 15.05.2009 08:18

Ansiedlungsinteresse aus dem Ausland bleibt trotz Krise stabil

Qualität der Anfragen bei der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart weiterhin hoch / Firmen neu angesiedelt


Trotz der Wirtschaftskrise ist die Zahl der Ansiedlungsanfragen aus dem Ausland bei der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) stabil geblieben. Selbst im besonders von der Rezession betroffenen ersten Quartal 2009 sei kein Rückgang zu verzeichnen, teilte die Organisation mit. „Es ist erfreulich, dass ausländische Unternehmen die Region Stuttgart auch in schwierigen Zeiten im Blick haben. Dies zeigt, dass dieser Standort international einen sehr guten Ruf genießt und dass man ihm mittelfristig großes Zukunftspotenzial zutraut, erklärte WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg. Firmen aus der Schweiz, Italien, Großbritannien, USA, Indien und China hätten dieses Jahr Interesse an einer Ansiedlung in der Region Stuttgart gezeigt.

Der Anteil der Auslandsanfragen liegt im ersten Vierteljahr 2009 bei 20 Prozent der Gesamtanfragen. Die Mehrzahl der Anfragen stammt nach wie vor von Firmen, die bereits in der Region ansässig sind. Deren Anzahl ist im Rahmen der Krise um ein Viertel zurückgegangen, jedoch bleibe die Qualität der Interessenten hoch. Als erfreulich bewertet die regionale Wirtschaftsförderung, dass rund 40 Prozent der Anfragen dem Industriesektor, High-Tech-Dienstleistungen und unternehmensbezogenen Dienstleistungen zuzurechnen sind. „Dies sind Leit- und Zielbranchen unserer regionalen Entwicklungsstrategie, also genau das, was wir brauchen“, so Rogg weiter.

Die Ansiedlung eines Tochterunternehmens der schweizer Sulzer-Gruppe aus dem Bereich der Oberflächentechnik mit geplanten 30 Beschäftigten steht beispielhaft für neue Produktionsarbeitsplätze in der Region. Ein auf Ingenieure spezialisierter britischer Personaldienstleister hat sich hier niedergelassen, weil er am Hightech-Standort Region Stuttgart gute Geschäftsperspektiven sieht.

Von den Firmen werden vor allem Standorte in Autobahnnähe gesucht. Dies gilt in besonderem Maße für Logistiknutzungen, für die eine anhaltend starke Nachfrage zu verzeichnen ist. Der Schwerpunkt hat sich dabei von mittelgroßen Logistikprojekten für Kfz-Zulieferer auf große Umschlagszentren ab zehn Hektar Grundstücksbedarf verlagert.

Bei der Akquisition von Ansiedlungen führt die regionale Wirtschaftsförderung ihren branchenbezogenen Ansatz fort und baut ihre Präsenz auf Stuttgarter Fachmessen aus. Mit maßgeschneiderten Veranstaltungsformaten, beispielsweise auf der Automotive Expo (16.-18. Juni), der Motek (21.-24. September), der f-cell (28.-29. September) und der Blechexpo (1.-4. Dezember), sollen potenzielle Investoren angesprochen werden.

(Quelle: WRS)