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Wirtschaft | Mi, 03.04.2013 10:10

Anstieg der Inflationsrate in Baden-Württemberg verlangsamt sich

Im März erhöhte sich der Verbraucherpreisindex in Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,0 Prozent. Dies ist der niedrigste Anstieg seit August 2010. Auch verliert die Inflationsrate im Südwesten damit kontinuierlich an Fahrt. Noch im September 2012 lag der Anstieg bei 2,0 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Februar stiegen die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Statistischen Landesamtes.

Der Anstieg der Verbraucherpreise lässt sichtbar nach. (Grafik: Stat. Landesamt)

Der Anstieg der Verbraucherpreise lässt sichtbar nach. (Grafik: Stat. Landesamt)


Dämpfend auf die Gesamtentwicklung wirkte sich der Preisrückgang binnen Jahresfrist bei Heizöl (− 7,4 Prozent) und Kraftstoffen (− 6,9 Prozent) aus. Ohne Berücksichtigung dieser Mineralölerzeugnisse läge der Preisanstieg gegenüber März 2012 bei 1,5 Prozent. Bei den Kraftstoffen verbilligte sich Diesel mit − 8,4 Prozent deutlich stärker als Superbenzin (− 6,5 Prozent). Dagegen ist der Strompreis deutlich in die Höhe geschnellt (10,7 Prozent). Auch Brennholz bzw. Holzpellets (5,0 Prozent), Fernwärme (4,6 Prozent) und Gas (2,1 Prozent) verteuerten sich zum Teil spürbar.

Ausgeprägt blieb der Preisdruck bei den Nahrungsmitteln (4,0 Prozent). Insbesondere Kartoffeln (17,1 Prozent) und Obst (11,1 Prozent) verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat erheblich. Auch Fleischprodukte (6,0 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (4,5 Prozent) wurden spürbar teurer. Billiger wurden dagegen Speisefette und –öle (− 2,6 Prozent). Ernüchterung auch beim Osterhasen: Eier wurden um 4,3 Prozent teurer.

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Miete und Mietnebenkosten) lag der Preisanstieg im März bei 1,0 Prozent. Die Preise für Schuhe (2,7 Prozent) und Bekleidung (1,3 Prozent) legten merklich zu. Massiv war der Preisanstieg bei Schmuck und Uhren (13,5 Prozent). Deutlich angezogen haben auch die Preise bei Ausgaben rund um das Reisen: Pauschalreisen wurden um 9,7 Prozent teurer, Flugtickets um 4,3 Prozent. Auch bei Sport- und Erholungsdienstleistungen erhöhten sich die Preise vernehmlich (4,2 Prozent).

Günstiger wurden dagegen Fotoausrüstungen (− 10,1 Prozent), Unterhaltungselektronik (− 8,3 Prozent) und PC-Ausstattung (− 3,7 Prozent). Ambulante Gesundheitsdienstleistungen verbilligten sich aufgrund des Wegfalls der Praxisgebühr um 12,2 Prozent.

Gegenüber dem Vormonat Februar verbilligte sich nach vorläufigem Stand Heizöl um 3,7 Prozent. Der Preis für Kraftstoffe ging um 3,5 Prozent zurück. Zugelegt haben dagegen die Nahrungsmittelpreise (0,9 Prozent). Insbesondere bei Gemüse zogen die Preise spürbar an (5,4 Prozent). Mit der Einführung der Frühjahrskollektion stiegen die Preise bei Schuhen (7,1 Prozent) und Bekleidung (6,9 Prozent) saisonal ebenfalls deutlich an. Pauschalreisen wurden um 5,6 Prozent teurer, Schmuck und Uhren um 2,9 Prozent. Billiger wurden dagegen Fotoausrüstungen (− 2,1 Prozent) und Haushaltsgeräte (− 0,7 Prozent).

(Redaktion)