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Wirtschaft | Do, 29.11.2012 08:55

Anstieg der Verbraucherpreise in Baden-Württemberg lässt nach

Im November 2012 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,5 Prozent. Damit hat der Preisauftrieb etwas nachgelassen. Im September (2,0 Prozent) und Oktober (1,7 Prozent) war er noch stärker ausgeprägt. Dies berichtet das Statistische Landesamt.


Nachgelassen hat der Preisanstieg im November bei Kraftstoffen (2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat) und Heizöl (2,0 Prozent). In den Vormonaten fiel die Preissteigerung für diese Mineralölprodukte deutlicher aus. Bei den Kraftstoffen war dabei im November der Anstieg für Diesel spürbar geringer (1,4 Prozent) als beim Preis für Superbenzin (2,8 Prozent). Stärker zugelegt hat dagegen der Preis für Fernwärme (4,6 Prozent) und der Gaspreis (3,0 Prozent). Beim Strom lag der Anstieg bei 2,0 Prozent. Billiger wurden dagegen Brennholz bzw. Holzpellets (minus 2,9 Prozent).

Binnen Jahresfrist deutlich angezogen haben dagegen die Preise für Nahrungsmittel (4,7 Prozent). Teurer wurden insbesondere Kartoffeln (22,0 Prozent), Obst (11,4 Prozent), Fleischwaren (6,7 Prozent) und Brot und Getreideerzeugnisse (5,6 Prozent). Günstiger wurden dagegen Speisefette und –öle mit minus 8,0 Prozent und Molkereiprodukte (einschließlich Eier) mit minus 1,0 Prozent. Bittersüß ist dagegen die Preisentwicklung bei den Zutaten für das vorweihnachtliche Backwerk: Süße Mandeln, Kokosflocken u.ä. (13,7 Prozent), Zucker (6,4 Prozent) und Weizenmehl (3,0 Prozent) sind teilweise spürbar teurer geworden. Gleichzeitig verbilligten sich Butter um 13,9 Prozent und Eier um 1,7 Prozent.

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Nettokaltmiete und Wohnnebenkosten) stiegen die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,7 Prozent an. Schuhe wurden um 3,6 Prozent teurer, Bekleidung um 1,9 Prozent. Teurer wurden Taxifahrten (9,1 Prozent), Bild und Tonträger (einschließlich Musikdownloads) mit 5,4 Prozent, Bücher (4,9 Prozent) und Flugtickets (4,4 Prozent). Verbilligt haben sich dagegen Unterhaltungselektronik (minus 5,1 Prozent), PC-Ausstattung (minus 4,6 Prozent) und Haushaltsgeräte (minus 2,1 Prozent).

Gegenüber dem Vormonat Oktober ging der Preis für Heizöl um 3,4 Prozent zurück. Kraftstoffe verbilligten sich um 2,8 Prozent. Die Preise für Nahrungsmittel legten dagegen um 1,4 Prozent zu. Insbesondere Vollmilch (6,4 Prozent), Obst (4,3 Prozent) und Gemüse (2,1 Prozent) wurden merklich teurer. Schuhe wurden um 0,7 Prozent billiger, Bekleidung um 0,3 Prozent. Billiger wurden auch saisonbedingt Übernachtungen in Baden-Württemberg (minus 4,8 Prozent) und PC-Ausstattung (minus 4,4 Prozent). Dagegen stiegen zum beginnenden Weihnachtsgeschäft die Preise für Schmuck und Uhren um 2,6 Prozent an.

(Redaktion)