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Wirtschaft | Mo, 10.06.2013 08:56

Arbeitskosten steigen im ersten Quartal um 3,9 Prozent

Die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde sind in Deutschland im ersten Quartal 2013 im Vergleich zum ersten Quartal 2012 um 3,9 Prozent gestiegen. Dies ist der höchste Wert seit dem zweiten Quartal 2009 und der zweithöchste Anstieg in der gesamten seit 1997 vorliegenden Zeitreihe des Arbeitskostenindex. Im Vergleich zum Vorquartal stiegen die Arbeitskosten um 1,1 Prozent. Das zeigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis).


Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. Die Kosten für Bruttoverdienste erhöhten sich im ersten Quartal 2013 im Vergleich zum ersten Quartal 2012 um 3,5 Prozent. Die Lohnnebenkosten stiegen im gleichen Zeitraum um 5,3 Prozent. Der im Vergleich zu den Bruttoverdiensten stärkere Anstieg der Lohnnebenkosten ist durch eine höhere Anzahl von Krankheitstagen begründet. Die führten zu höheren Kosten für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Für das Jahr 2012 liegen für alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) Veränderungsraten der Arbeitskosten im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich vor. Nach diesen Ergebnissen verteuerte sich in Deutschland eine Stunde Arbeit im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent. In der gesamten EU lag der durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in diesem Zeitraum bei 1,6 Prozent. Die höchsten Wachstumsraten innerhalb der EU wiesen Rumänien (6,6 Prozent), Estland (5,8 Prozent), Bulgarien (5,4 Prozent) und Österreich (5,0 Prozent) auf.

In Griechenland sanken die Arbeitskosten um 11,1 Prozent. Damit lagen die Arbeitskosten in Griechenland in etwa wieder auf dem Niveau des Jahres 2002. In Portugal (- 8,7 Prozent), Slowenien (- 0,4 Prozent) und Spanien (- 0,2 Prozent) waren die Arbeitskosten ebenfalls rückläufig. In Frankreich fiel der Anstieg der Arbeitskosten mit 2,0 Prozent geringer aus als in Deutschland.

(Redaktion)