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Wirtschaft | Mi, 28.05.2014 13:41

Arbeitslosenquote erstmals wieder unter vier Prozent

Im Mai ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg erneut zurückgegangen. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen ergibt sich eine Quote von 3,9 Prozent (April: 4,0 Prozent). Die Arbeitslosenzahl sank im Vergleich zum Vormonat um 1,2 Prozent auf 227.326 Personen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg um 2,9 Prozent gesunken. Vor einem Jahr lag die Quote bei 4,0 Prozent. Das teilt die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit mit.


„Da die Frühjahrsbelebung aufgrund der guten Witterung bereits im März und April auf dem Arbeitsmarkt stattgefunden hat, fällt sie im Mai etwas schwächer aus. Es gibt aber auch Hinweise, dass sich der konjunkturelle Schwung etwas verlangsamt und der Arbeitsmarkt davon nicht unberührt bleibt“, erklärt Eva Strobel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.

Baden-Württemberg liegt hinter Bayern (3,6 Prozent) auf Rang zwei, was die Arbeitslosenquote bei den Erwachsenen betrifft. Bei den Jugendlichen liegt Baden-Württemberg mit 2,6 Prozent vor Bayern (2,7 Prozent) an der Spitze aller Bundesländer.

Im Mai meldeten sich 56.446 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 1,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 59.076 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 1,2 Prozent weniger als im Mai 2013.

Die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen innerhalb des Landes haben auch im Mai zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegen zwischen 2,5 Prozent (Landkreis Biberach) und 7,5 Prozent (Stadtkreis Pforzheim). Insgesamt bleiben von den 44 Stadt- und Landkreisen im Südwesten 28 unter der landesweiten Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent. Im Vergleich der Regierungsbezirke war die Quote im Bezirk Tübingen mit 3,2 Prozent am niedrigsten, gefolgt von Freiburg mit 3,6 Prozent und Stuttgart mit 4,0 Prozent. Schlusslicht ist Karlsruhe mit 4,4 Prozent.

Insgesamt waren im Mai 17.331 junge Frauen und Männer unter 25 Jahren arbeitslos, das sind 5,5 Prozent weniger als im April und 8,2 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Die Quote sinkt auf 2,6 Prozent (April 2014: 2,7 Prozent). Vor einem Jahr betrug sie 2,8 Prozent. Sie weist große regionale Unterschiede auf: Im Stadtkreis Pforzheim (6,0 Prozent) ist sie am höchsten, im Bodenseekreis und im Landkreis Tübingen (1,5 Prozent) am niedrigsten.

Im März 2014 gab es im Land hochgerechnet 4.190.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, das sind 2,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Baden-Württemberg liegt hinter Bayern (plus 2,2 Prozent) auf Platz zwei bei den Flächenländern und deutlich über dem Bund, der einen Zuwachs von 1,6 Prozent verzeichnet.

Mit Blick auf das Vorjahr ist in fast allen Branchen ein Beschäftigungsaufbau festzustellen. Nach der Zeitarbeit (plus 11,1 Prozent) findet der stärkste Aufbau in der Branche „Verkehr und Lagerei“ (plus 5,2 Prozent) statt.

(Redaktion)