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Wirtschaft | Fr, 29.11.2013 09:39

Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg bei 3,8 Prozent

Im November ist die Arbeitslosigkeit leicht zurückgegangen. Die Arbeitslosenzahl sank im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent auf 222.552 Personen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg um 2,3 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr lag die Quote ebenfalls bei 3,8 Prozent. Das teilt die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit mit.


„Die positiven Erwartungen für das Jahr 2014, die derzeit bei  Unternehmensbesuchen im Land zu spüren sind, hinterlassen nun auch erste Spuren auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg. Wir verzeichnen deutlich mehr Bewegung, was Zu- und Abgänge betrifft, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst im Vergleich zum Bund überdurchschnittlich und die Zahl der Arbeitslosen nähert sich – nach einem deutlich negativen Delta bis zur Jahresmitte – nun  immer mehr der Vorjahreszahl an“, erklärt Eva Strobel, Leiterin der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.

„Dass der Rückgang der Arbeitslosigkeit nicht mit dem Aufbau der Beschäftigung Schritt halten kann, ist eine Mahnung an alle Akteure auf dem Arbeitsmarkt. Es muss uns noch besser gelingen, Menschen ohne Arbeit passgenauer zu qualifizieren und sie in Arbeit zu bringen. Die Arbeitsagenturen und Jobcenter werden hier die Anstrengungen weiter intensivieren“, so Eva Strobel.

Baden-Württemberg liegt weiter auf Rang zwei hinter Bayern (3,5 Prozent), was die Arbeitslosenquote bei den Erwachsenen betrifft. Bei den Jugendlichen liegt Baden-Württemberg mit 2,6 Prozent zusammen mit Bayern (2,6 Prozent) an der Spitze aller Bundesländer.

Die Zu- und Abgänge an Arbeitslosen haben gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugenommen. Im November meldeten sich 55.933 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 1,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 57.036 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 0,8 Prozent weniger als im November 2012. Seit Jahresbeginn haben sich 659.471 Menschen arbeitslos gemeldet, dies sind 2,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig konnten von Januar bis November 659.723 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, dies sind 3,7 Prozent mehr als noch im gleichen Zeitraum 2012.

Die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen innerhalb des Landes haben auch im November zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegt zwischen 2,5 Prozent (Enzkreis) und 7,5 Prozent (Stadtkreis Pforzheim). Insgesamt bleiben von den 44 Stadt- und Landkreisen im Südwesten 26 unter der landesweiten Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent. Im Vergleich der Regierungsbezirke war die Quote im Bezirk Tübingen mit 3,3 Prozent am niedrigsten, gefolgt von Freiburg mit 3,6 Prozent und Stuttgart mit 3,9 Prozent. Schlusslicht ist Karlsruhe mit 4,3 Prozent.

Insgesamt waren im November 17.574 junge Frauen und Männer unter 25 Jahren arbeitslos, das sind 5,1 Prozent als im Oktober und 3,0 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Die Quote sinkt auf 2,6 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 2,7 Prozent. Sie weist große regionale Unterschiede auf: Im Stadtkreis Pforzheim (6,1 Prozent) ist sie am höchsten, im Landkreis Ravensburg (1,6 Prozent) am niedrigsten.

Im September 2013 gab es im Land 4.202.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, das sind 69.473 (plus 1,7 Prozent) mehr als im Vorjahr. Baden-Württemberg liegt damit auf Platz zwei bei den Flächenländern und deutlich über dem Bund, der einen Zuwachs von 1,3 Prozent verzeichnet.

Mit Blick auf das Vorjahr ist ein Rückgang um 2,4 Prozent bei den Energieversorgern  und bei den sonstigen Dienstleistungen und privaten Haushalten mit minus 0,7 Prozent zu beobachten. Erstmals seit Monaten liegt die Zeitarbeit wieder im Plus (1,8 Prozent).

(Redaktion)