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Wirtschaft | Mi, 01.06.2011 09:42

Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg bei vier Prozent

Mit einer Arbeitslosenquote von vier Prozent hat der Südwesten auf dem Arbeitsmarkt zwar weiterhin bundesweit einen Spitzenwert, vor allem Langzeitarbeitslose und Ältere profitieren aber noch nicht in ausreichendem Maße vom Wirtschaftsaufschwung.

Arbeitslosenquoten im Ländervergleich im Mai 2011. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit)

Arbeitslosenquoten im Ländervergleich im Mai 2011. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit)


Arbeitsministerin Katrin Altpeter will deshalb zusammen mit den Arbeitsagenturen, Gewerkschaften und Arbeitgebern in Baden-Württemberg einen Sozialen Arbeitsmarkt auf den Weg bringen. Altpeter: „Wir wollen Baden-Württemberg zu einem Musterland für Gute Arbeit machen.“ Dazu werde unter anderem ein Landesarbeitsmarktprogramm entwickelt, mit dem Langzeitarbeitslose und ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gezielt gefördert werden sollen.

Im Vergleich zum Mai 2010 ist die Zahl der Arbeitslosen um 50.000 auf aktuell 225.000 gesunken. Das sei die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Mai seit 1992; sogar der Mai-Wert im Boomjahr 2008 sei unterschritten worden, so Altpeter.

Vor allem für junge Menschen bis 25 Jahre werden die Beschäftigungschancen immer besser. Die Arbeitslosenquote betrage bei dieser Personengruppe noch 2,4 Prozent. Erstmals hätten auch die älteren Arbeitnehmer über 50 Jahre vom Aufschwung profitiert. Im Vergleich zum April sei die Arbeitslosigkeit für diesen Personenkreis um 3,2 Prozentpunkte zurückgegangen.

Arbeitsministerin Katrin Altpeter warnte jedoch davor, angesichts dieser erfreulichen Entwicklung bereits zur Tagesordnung überzugehen. Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt sei „kein Selbstläufer“ und habe noch längst nicht Alle auf dem Arbeitsmarkt erreicht.

Baden-Württemberg liege beim Beschäftigungsaufbau derzeit im Bundesdurchschnitt, so Altpeter. Ende März 2011 gab es im Land 3.950.300 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, ein Zuwachs von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit bleibt das Land beim Zuwachs im Bundesschnitt von 2,5 Prozent. Der Stellenzuwachs findet derzeit zudem zum großen Teil in der Zeitarbeitsbranche statt. Der Anteil der Zeitarbeitnehmer gemessen an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Baden-Württemberg liegt damit aktuell bei 2,1 Prozent. Hinzu komme, dass fast jede zweite Neueinstellung befristet ist.

(Redaktion)