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Wirtschaft | Fr, 29.05.2009 10:15

Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg sinkt im Mai auf 5,1 Prozent

Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz: Leichte Entspannung auf dem Arbeitsmarkt im Vergleich zum Vormonat


„Auch wenn es kein Anlass zur Euphorie ist, so sind wir doch erleichtert, dass wir für diesen Monat einen leichten Rückgang bei den Arbeitslosenzahlen vermelden können“, sagten Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz am Donnerstag (28. Mai). Der anhaltende Anstieg der Arbeitslosenzahlen sei im Mai zum Stillstand gekommen, die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg im Vergleich zum April um rund 3 000 auf 286 533 zurückgegangen.

Im Zuge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise sei die Anzahl der Arbeitslosen im Land jedoch gegenüber dem Vorjahresmonat um knapp 61 000 Personen gestiegen. „Trotzdem haben wir mit 5,1 Prozent in Baden-Württemberg neben Bayern immer noch die geringste Arbeitslosenquote aller Bundesländer“, unterstrichen der Ministerpräsident und die Sozialministerin. Im Bundesdurchschnitt liege die Arbeitslosenquote bei 8,2 Prozent.

Die Arbeitslosenquote bei jungen Menschen unter 25 Jahren beträgt in Baden-Württemberg 4,5 Prozent. Damit sank im Mai die Jugendarbeitslosigkeit erstmals seit fünf Monaten wieder. So waren im Mai 1 151 Jugendliche (minus 3,5 Prozent) weniger arbeitslos gemeldet als im April. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen jedoch um über 12 187 oder 63,7 Prozent auf jetzt 31 324 gestiegen. Oettinger und Stolz zeigten sich angesichts des anhaltend hohen Niveaus der Jugendarbeitslosigkeit weiter besorgt.

Sie begrüßten daher die weiteren Verbesserungen bei der Kurzarbeiterregelung. Mit der Möglichkeit einer Übernahme oder Einstellung von Ausbildungsabsolventen in Betriebe mit Kurzarbeit und gegebenenfalls Qualifizierungsmaßnahmen könne jetzt auch jungen Menschen beim Einstieg in den Beruf besser geholfen werden. Neu sei außerdem, dass auch Hochschulabsolventen insbesondere der MINT-Berufe (Mathematiker, Ingenieure, Naturwissenschaftler und Techniker) von diesem Instrument profitieren könnten, erläuterte Stolz.

Es sei aber ebenso wichtig, Schülerinnen und Schüler bereits bei der Berufsorientierung zu unterstützen. „Insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund brauchen diese frühe Beratung dringend, weil ihren Eltern die Erfahrung mit dem deutschen Ausbildungssystem oft fehlt“, sagte Stolz. Mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) fördere das Ministerium daher Projekte, die Jugendliche bei der Berufswahl unterstützen. Ein weiterer Schwerpunkt der ESF-Förderung liege bei der beruflichen Ausbildung. „Jedes Jahr finden dank Projekten wie ‚AKKU II‘ oder dem berufspraktischen Jahr ‚BPJ 21` mehrere tausend junge Menschen einen Ausbildungsplatz. Oder es gelingt ihnen, die Ausbildung erfolgreich zu absolvieren“, erklärte die Ministerin.

„Wenn Unternehmen und Beschäftigte die Kurzarbeit konsequent zur Weiterqualifizierung nutzen, sehe ich gute Chancen, dass Baden-Württemberg gestärkt aus der Krise hervorgehen wird“, betonte Ministerpräsident Günther H. Oettinger. Außerdem hätten die Unternehmen im Land in den zurückliegenden Jahren ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter gestärkt und stünden robuster da als in vergangenen Wirtschaftskrisen.

(Quelle: Ministerium für Arbeit und Soziales)