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Wirtschaft | Do, 28.02.2013 11:05

Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg unverändert bei 4,3 Prozent

Im Februar ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg nahezu gleich geblieben. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag die Quote im Februar bei 4,3 Prozent, genau wie im Januar. Die Arbeitslosenzahl stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent auf 245.451 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es in Baden-Württemberg 15.967 Arbeitslose mehr (plus 7,0 Prozent). Vor einem Jahr lag die Quote bei 4,1 Prozent. Das teilt die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit mit.


„Der kalte Februar hat kaum für Veränderung auf dem Arbeitsmarkt gesorgt. Es gab weder Anzeichen für positive noch für negative Konjunkturentwicklungen“, sagte Eva Strobel, Leiterin der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. „Noch immer zeigt sich der baden-württembergische Arbeitsmarkt in einer stabilen Verfassung.“

Baden-Württemberg hat erneut die niedrigste Arbeitslosenquote unter den Ländern (Bayern: 4,4 Prozent). Mit 3,2 Prozent Jugendarbeitslosigkeit liegt Baden-Württemberg auch hier an der Spitze (Bayern 3,8 Prozent).

Im Februar gehörten der steuerfinanzierten Grundsicherung 53,6 Prozent aller Arbeitslosen an. Die Arbeitslosigkeit ist in diesem Bereich im Vergleich zum Vormonat 0,4 Prozent auf 131.471 Personen gestiegen. In der beitragsfinanzierten Arbeitslosenversicherung gab es gegenüber Januar eine Zunahme um 0,4 Prozent. Der Versicherung gehören aktuell 113.980 Frauen und Männer an.

Die Zu- und Abgänge an Arbeitslosen haben gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Im Februar meldeten sich 58.046 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 2,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 57.080 Personen ihre Arbeitslosigkeit, was einem Plus von 1,7 Prozent gegenüber Februar 2012 entspricht.

Die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen innerhalb des Landes haben auch im Februar zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegt zwischen 2,9 Prozent (Enzkreis) und 8,3 Prozent (Stadtkreis Pforzheim). Insgesamt bleiben von den 44 Stadt- und Landkreisen im Südwesten 26 unter der landesweiten Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent. Im Vergleich der Regierungsbezirke war die Quote im Bezirk Tübingen mit 3,8 Prozent am niedrigsten, gefolgt von Freiburg mit 4,2 Prozent und Stuttgart mit 4,4 Prozent. Schlusslicht ist Karlsruhe mit 4,7 Prozent.

In Baden-Württemberg waren im Februar 64.151 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber Januar ist das ein Plus von 2.906 Stellen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 10.716 Stellen weniger. Die Bandbreite bei dem Verhältnis von Arbeitslosen zu gemeldeten Stellen zeigt Bewerberengpässe in den Berufsbereichen Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung wie auch im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung oder Informatik. Anders sah es in den Berufen im Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit sowie bei Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung aus. In diesen Berufsbereichen war die Relation von Arbeitslosen zu gemeldeten Stellen deutlich höher.

Im Januar wurde Kurzarbeit für 431 Betriebe und 6.111 Personen angezeigt. Nach ersten Hochrechnungen bewegen sich die Anzeigen für Kurzarbeit im Februar gegenüber Januar auf ähnlichem Niveau. Für den gesamten Februar 2013 werden schätzungsweise zwischen 390 und 420 Anzeigen mit zwischen 5.800 und 6.300 Personen erwartet. Die angezeigte Kurzarbeit bewegt sich weiterhin auf einem normalen Niveau.

Bei den arbeitslosen Frauen und Männern, die 50 Jahre und älter sind, waren mit 81.227 Menschen insgesamt 0,5 Prozent weniger arbeitslos als im Januar. Die Quote der arbeitslos gemeldeten Ausländer ist im Februar 10,0 Prozent gestiegen. Dies sind 0,4 Prozent als im Januar. Beim Geschlechtervergleich sind die Frauen erstmals seit langer Zeit weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als die Männer: Die Quote sank bei den Frauen auf 4,2 Prozent (Januar: 4,3 Prozent). Die Quote der Männer liegt bei 4,4 Prozent (Januar: 4,3 Prozent).

Ende Dezember 2012 gab es im Land 4.110.100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, das sind 61.663 (plus 1,5 Prozent) mehr als im Vorjahr. Mit Blick auf das Vorjahr ist ein deutlicher Rückgang (minus 13,3 Prozent) in der Zeitarbeit zu beobachten.

(Redaktion)