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Wirtschaft | Di, 01.07.2014 13:32

Arbeitslosenquote sinkt auf 3,8 Prozent

Im Juni ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg erneut zurückgegangen. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen ergibt sich eine Quote von 3,8 Prozent (Mai: 3,9 Prozent). Die Arbeitslosenzahl sank im Vergleich zum Vormonat um 1,2 Prozent auf 224.545 Personen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg um 1,4 Prozent gesunken. Vor einem Jahr lag die Quote bei 3,9 Prozent.


„Wir stellen weiterhin eine gute Entwicklung der Beschäftigung auf dem baden-württembergischen Arbeitsmarkt fest. Die günstige Entwicklung, überwiegend in Bezirken mit einem hohen Anteil an verarbeitendem Gewerbe, trägt zu einem stabilen Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg bei. Die Arbeitslosigkeit im Land geht zurück, jedoch nicht in gleichem Maße wie die Beschäftigung aufwächst.“, erklärt Eva Strobel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.

Baden-Württemberg liegt hinter Bayern (3,5 Prozent) auf Rang zwei, was die Arbeitslosenquote bei den Erwachsenen betrifft. Bei den Jugendlichen liegt Baden-Württemberg mit 2,5 Prozent vor Bayern (2,6 Prozent) an der Spitze aller Bundesländer.

Im Juni meldeten sich 50.919 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 2,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 53.683 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 3,9 Prozent weniger  als im Juni 2013.

Seit Jahresbeginn haben sich 345.214 Menschen arbeitslos gemeldet, dies sind 0,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig konnten von Januar bis Juni 345.425 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, dies sind 0,8 Prozent mehr als noch im gleichen Zeitraum 2013.

Die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen innerhalb des Landes haben auch im Juni zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegen zwischen 2,5 Prozent (Landkreis Biberach und Bodenseekreis) und 7,6 Prozent (Stadtkreis Pforzheim). Insgesamt bleiben von den 44 Stadt- und Landkreisen im Südwesten 27 unter der landesweiten Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent. Im Vergleich der Regierungsbezirke war die Quote im Bezirk Tübingen mit 3,2 Prozent am niedrigsten, gefolgt von Freiburg mit 3,6 Prozent und Stuttgart mit 4,0 Prozent. Schlusslicht ist Karlsruhe mit 4,4 Prozent.

Im April 2014 gab es im Land hochgerechnet 4.199.200 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, das sind 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Baden-Württemberg liegt mit Bayern (plus 1,9 Prozent) auf Platz 1 bei den Flächenländern und deutlich über dem Bund, der einen Zuwachs von 1,5 Prozent verzeichnet.

Mit Blick auf das Vorjahr ist in fast allen Branchen ein Beschäftigungsaufbau festzustellen. Nach der Zeitarbeit (plus 8,5 Prozent) findet der stärkste Aufbau in der Branche „Verkehr und Lagerei“ (plus 4,7 Prozent) statt.

(Redaktion)