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Wirtschaft | Mi, 30.04.2014 13:14

Arbeitslosenquote sinkt auf 4,0 Prozent

Im April ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg erneut zurückgegangen. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen ergibt sich im April eine Quote von 4,0 Prozent (März: 4,1 Prozent). Die Arbeitslosenzahl sank im Vergleich zum Vormonat um 2,6 Prozent auf 230.037 Personen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg um 3,4 Prozent gesunken. Vor einem Jahr lag die Quote bei 4,2 Prozent. Das teilt die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit mit.


„Im April zeigt die konjunkturelle Belebung weiter ihre Wirkung auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg. Auch in diesem Monat sind deutlich weniger Menschen arbeitslos als noch vor einem Jahr. Gerade in Gebieten mit einem hohen Anteil an verarbeitendem Gewerbe macht sich die Konjunktur beim Rückgang der Arbeitslosigkeit bemerkbar“, erklärt Wolfram Leibe, Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. „Von der anziehenden Konjunktur profitieren vor allem junge Menschen in unserem Land. Mit zunehmender Tendenz melden die Unternehmen wieder Stellen bei uns.“.

Baden-Württemberg liegt hinter Bayern (3,8 Prozent) auf Rang zwei, was die Arbeitslosenquote bei den Erwachsenen betrifft. Bei den Jugendlichen liegt Baden-Württemberg mit 2,7 Prozent vor Bayern (2,9 Prozent) an der Spitze aller Bundesländer.

Im April meldeten sich 56.232 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 1,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 62.308 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 2,7 Prozent mehr als im April 2013.

Die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen innerhalb des Landes haben auch im Januar zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegen zwischen 2,6 Prozent (Landkreis Biberach) und 7,7 Prozent (Stadtkreis Pforzheim). Insgesamt bleiben von den 44 Stadt- und Landkreisen im Südwesten 30 unter der landesweiten Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent. Im Vergleich der Regierungsbezirke war die Quote im Bezirk Tübingen mit 3,3 Prozent am niedrigsten, gefolgt von Freiburg mit 3,7 Prozent und Stuttgart mit 4,1 Prozent. Schlusslicht ist Karlsruhe mit 4,5 Prozent.

Im Februar 2014 gab es im Land hochgerechnet 4.178.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, das sind 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Baden-Württemberg liegt hinter Bayern (plus 2,1 Prozent) auf Platz 2 bei den Flächenländern und deutlich über dem Bund, der einen Zuwachs von 1,5 Prozent verzeichnet.

Mit Blick auf das Vorjahr ist in fast allen Branchen ein Beschäftigungsaufbau festzustellen. Nach der Zeitarbeit (plus 9,4 Prozent) findet der stärkste Aufbau in der Branche „Verkehr und Lagerei“ (plus 5,6 Prozent) statt. Da die Zeitarbeit weiterhin zulegt sind vermutlich steigende Beschäftigungszahlen auch in anderen Branchen zu erwarten.

(Redaktion)