Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Do, 31.10.2013 08:34

Arbeitslosenquote sinkt im Oktober in Baden-Württemberg auf 3,9 Prozent

Im Oktober lag die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen bei 3,9 Prozent. Die Arbeitslosenzahl sank im Vergleich zum Vormonat um 3,4 Prozent auf 223.669 Personen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg um 2,5 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr lag die Quote bei 3,8 Prozent. Das teilt die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit mit.


„Von einem goldenen Oktober auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg kann man nicht sprechen, aber wir erleben mehr Bewegung als vor einem Jahr. Das wird unter anderem dadurch deutlich, dass es Arbeitslosen wieder mehr gelingt, in Arbeit zu kommen. Bei den Jugendlichen unter 25 Jahren sinkt die Arbeitslosigkeit auch erstmals unter die Quote von vor einem Jahr“, erklärt Eva Strobel, Leiterin der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. 

Baden-Württemberg liegt weiter auf Rang zwei hinter Bayern (3,5 Prozent), was die Arbeitslosenquote bei den Erwachsenen betrifft. Bei den Jugendlichen liegt Baden-Württemberg mit 2,7 Prozent  zusammen mit Bayern (2,7 Prozent) an der Spitze aller Bundesländer.

Die Zu- und Abgänge an Arbeitslosen haben gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Im Oktober meldeten sich 63.302 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 3,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 71.221 Personen ihre Arbeitslosigkeit, eine Plus von 9,3 Prozent gegenüber Oktober 2012. Seit Jahresbeginn haben sich 603.538 Menschen arbeitslos gemeldet, dies sind 2,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Von Januar bis Oktober konnten 602.687 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, dies sind 4,2 Prozent mehr als noch im gleichen Zeitraum 2012.

Die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen innerhalb des Landes haben auch im Oktober zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegt zwischen 2,5 Prozent (Bodenseekreis) und 7,7 Prozent (Stadtkreis Pforzheim). Insgesamt bleiben von den 44 Stadt- und Landkreisen im Südwesten 28 unter der landesweiten Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent. Im Vergleich der Regierungsbezirke war die Quote im Bezirk Tübingen mit 3,3 Prozent am niedrigsten, gefolgt von Freiburg mit 3,6 Prozent und Stuttgart mit 4,0 Prozent. Schlusslicht ist Karlsruhe mit 4,3 Prozent.

Insgesamt waren im Oktober 18.521 junge Frauen und Männer unter 25 Jahren arbeitslos, das sind 17,3 Prozent weniger als im September und 1,8 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Die Quote sinkt auf 2,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 2,8 Prozent. Sie weist ebenfalls große regionale Unterschiede auf: Im Stadtkreis Pforzheim (6,5 Prozent) ist sie am höchsten, im Bodenseekreis (1,6 Prozent) und im Landkreis Ravensburg (1,6 Prozent) am niedrigsten.

Im August 2013 gab es im Land 4.138.600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, das sind 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit Blick auf das Vorjahr ist weiterhin ein deutlicher Rückgang (minus 2,0 Prozent) bei den Beschäftigten in der Zeitarbeit zu erkennen. Ebenso ist auch ein Rückgang um 2,1 Prozent bei den Energieversorgern  sowie bei den sonstigen Dienstleistungen und privaten Haushalten mit minus 1,0 Prozent zu beobachten.

(Redaktion)