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Wirtschaft | Do, 02.05.2013 09:02

Arbeitslosenquote sinkt im Südwesten auf 4,2 Prozent

Im April ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg leicht zurückgegangen. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag die Quote im April bei 4,2 Prozent, also um 0,1 Prozent niedriger als im März. Die Arbeitslosenzahl sank im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Prozent auf 238.219 Personen. Dies teilt die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit mit.


„Die Arbeitslosigkeit ist in Baden-Württemberg leicht zurückgegangen. Im April konnten mehr Arbeitslose eine Erwerbstätigkeit aufnehmen als noch vor einem Monat. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter rückläufig. Internationale Konjunkturrisiken, aber auch der aktuell hohe Beschäftigungsstand lassen den Bedarf an weiteren Mitarbeitern sinken“, sagte Eva Strobel, Leiterin der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.

Baden-Württemberg liegt bei der Arbeitslosenquote mit 4,2 Prozent hinter Bayern (3,9 Prozent) an der Spitze aller Bundesländer. Bei der Jugendarbeitslosigkeit hat Baden-Württemberg bundesweit mit 3,0 Prozent weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote.

Im April gehörten der steuerfinanzierten Grundsicherung 55,7 Prozent aller Arbeitslosen an. Die Arbeitslosigkeit ist in diesem Bereich im Vergleich zum Vormonat leicht um 0,5 Prozent auf 132.625 Personen gestiegen. In der beitragsfinanzierten Arbeitslosenversicherung gab es gegenüber März eine Abnahme um 3,7 Prozent, gegenüber April 2012 sind 14.869 Menschen (plus 16,4 Prozent) mehr arbeitslos. Der Versicherung gehören aktuell 105.594 Frauen und Männer an.

Die Zu- und Abgänge an Arbeitslosen haben gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Im April meldeten sich 57.194 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 1,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 60.670 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Gegenüber April 2012 bedeutet das ein Plus von 5,5 Prozent. Seit Jahresbeginn haben sich 242.432 Menschen arbeitslos gemeldet, dies sind 1,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig konnten von Januar bis April 227.078 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 1,9 Prozent mehr als noch im gleichen Zeitraum 2012.

Die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen innerhalb des Landes haben auch im April zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegt zwischen 2,8 Prozent (Bodenseekreis und Ravensburg) und 8,4 Prozent (Stadtkreis Pforzheim). Insgesamt bleiben von den 44 Stadt- und Landkreisen im Südwesten 27 unter der landesweiten Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent. Im Vergleich der Regierungsbezirke war die Quote im Bezirk Tübingen mit 3,5 Prozent am niedrigsten, gefolgt von Freiburg mit 3,9 Prozent und Stuttgart mit 4,4 Prozent. Schlusslicht ist Karlsruhe mit 4,6 Prozent.

(Redaktion)