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Wirtschaft | Mi, 31.10.2012 07:53

Arbeitslosenquote sinkt in Baden-Württemberg auf 3,8 Prozent

Im Oktober waren in Baden-Württemberg 218.200 Menschen arbeitslos gemeldet, im September waren es noch 222.285. Die Arbeitslosenquote ist von 3,9 Prozent auf 3,8 Prozent gesunken. Damit bleibt Baden-Württemberg weiter auf Rang zwei hinter Bayern (3,4 Prozent), was die Arbeitslosenquote bei den Erwachsenen betrifft. Auch bei den Jugendlichen liegt Baden-Württemberg mit 2,8 Prozent auf Rang zwei hinter Bayern (2,7 Prozent). Diese Zahlen gab die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit bekannt.


Anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen für Baden-Württemberg erklärten Arbeitsministerin Katrin Altpeter und Finanz- und Wirtschaftminister Nils Schmid: „Auch wenn der Herbstaufschwung im Oktober schwächer ausgefallen ist als in den Vorjahren; angesichts der Eurokrise und der konjunkturellen Abkühlung sind wir mit der Entwicklung des Arbeitsmarktes noch sehr zufrieden.“

Spürbar angestiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat ist allerdings die absolute Zahl der Arbeitslosen mit einem Plus von 10.444 Personen (+ 5 Prozent). Auch der Rückgang der von den Arbeitgebern angebotenen offenen Stellen auf 72.400 (- 5.600 Stellen) zeige, dass die Aufnahmefähigkeit des baden-württembergischen Arbeitsmarktes nicht mehr so gut sei wie im Vorjahr, so die Minister.

Erfreulich ist ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den jungen Leuten unter 25 Jahren. Insgesamt wurden 3.130 Arbeitslose weniger (minus 14,2 Prozent) als im September verzeichnet. „Das zeigt uns, dass der starke Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in den Sommermonaten vor allem saisonal bedingt war“, erklärte Arbeitsministerin Altpeter.

Kritisch sei jedoch die hohe Quote von Arbeitslosen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, so Ministerin Altpeter. Mit 8,8 Prozent ist die Arbeitslosenquote bei dieser Personengruppe mehr als doppelt so hoch wie die baden-württembergische Arbeitslosigkeit insgesamt (3,8 Prozent). Die Gründe hierfür liegen Ministerin Altpeter zufolge oftmals in vorhandenen Sprachdefiziten oder fehlender oder nicht ausreichender beruflicher Qualifikation. „Angesichts der demographischen Entwicklung können wir es uns nicht leisten, auf diese Menschen zu verzichten“, betonte die Ministerin. Die Landesregierung habe sich deshalb zum Ziel gesetzt, vorhandene Vermittlungshemmnisse abzubauen. „Mit dem Landesprogramm ‚Gute und sichere Arbeit‘ und seinen passgenauen Unterstützungsmöglichkeiten haben wir einen wichtigen Schritt in diese Richtung unternommen“, so die Ministerin.

Wirtschaftsminister Schmid hob hervor, „dass sich der baden-württembergische Arbeitsmarkt weiterhin relativ unbeeindruckt gegenüber den gestiegenen weltwirtschaftlichen Risiken zeigt. Die gute Exportnachfrage aus den außereuropäischen Märkten wirkt stabilisierend auf die Beschäftigung im Südwesten“, so Schmid. Nach Angaben des Statistischen Landesamts blieben die Auslandsumsätze der Südwest-Industrie trotz schlechter Nachrichtenlage im Sommer 2012 weiterhin auf hohem Niveau.

(Redaktion)