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Wirtschaft | Mi, 02.04.2014 10:00

Arbeitslosenquote sinkt in Baden-Württemberg auf 4,1 Prozent

Die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg ist im März erneut zurückgegangen. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen ergibt sich eine Quote von 4,1 Prozent (Februar: 4,2 Prozent). Die Arbeitslosenzahl sank im Vergleich zum Vormonat um 1,9 Prozent auf 236.154 Personen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg um 2,3 Prozent gesunken. Vor einem Jahr lag die Quote bei 4,3 Prozent. Das teilt die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit mit.


„Im März hat die konjunkturelle Belebung den Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg erreicht. Sie überwiegt mittlerweile deutlich die saisonalen Effekte. Es sind deutlich weniger Menschen arbeitslos als noch vor einem Jahr und in allen Branchen findet ein leichter bis starker Beschäftigungsaufbau statt“, erklärt Eva Strobel, Leiterin der Regionaldirektion Baden-Württemberg.

„Von der anziehenden Konjunktur profitieren vor allem junge Menschen in unserem Land. Zudem Jahr bleibt der Ausbildungsmarkt auch in diesem Jahr ein Bewerbermarkt. Weiterhin gibt es mehr Stellen als Ausbildungsplatzsuchende. Die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen und die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert geblieben“, so Eva Strobel.

Baden-Württemberg liegt zusammen mit Bayern (4,1 Prozent) auf Rang eins, was die Arbeitslosenquote bei den Erwachsenen betrifft. Bei den Jugendlichen liegt Baden-Württemberg mit 2,9 Prozent und deutlichem Abstand vor Bayern (3,4 Prozent) an der Spitze aller Bundesländer.

Im März meldeten sich 57.533 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 1,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 61.992 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 0,1 Prozent weniger als im März 2013.

Die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen innerhalb des Landes haben auch im Januar zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegen zwischen 2,8 Prozent (Landkreis Biberach) und 8,0 Prozent (Stadtkreis Pforzheim). Insgesamt bleiben von den 44 Stadt- und Landkreisen im Südwesten 28 unter der landesweiten Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent. Im Vergleich der Regierungsbezirke war die Quote im Bezirk Tübingen mit 3,5 Prozent am niedrigsten, gefolgt von Freiburg mit 3,9 Prozent und Stuttgart mit 4,1 Prozent. Schlusslicht ist Karlsruhe mit 4,6 Prozent.

 Im Januar 2014 gab es im Land hochgerechnet 4.175.700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, das sind 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Baden-Württemberg liegt hinter Bayern (plus 2,0 Prozent) auf Platz zwei bei den Flächenländern und deutlich über dem Bund, der einen Zuwachs von 1,4 Prozent verzeichnet.

Mit Blick auf das Vorjahr ist in allen Branchen ein Beschäftigungsaufbau festzustellen. Nach der Zeitarbeit (plus 8,9 Prozent) findet der stärkste Aufbau in der Branche „Verkehr und Lagerei“ (plus 5,7 Prozent) statt. Gerade der Aufwuchs in der Zeitarbeit ist ein Hinweis auf eine wieder besser laufende Konjunktur im Land sowie auf demnächst weiter folgenden Beschäftigungsaufbau in anderen Branchen.

Auch 2014 ist der Ausbildungsmarkt ein Bewerbermarkt. Zur Halbzeit des Berufsberatungsjahres (Oktober 2013 bis September 2014) sind bei den Agenturen mehr Lehrstellen gemeldet als Ausbildungsbewerber: Im Vergleich zum März 2013ist die Zahl der Stellen auf 59.428 gesunken. Den Stellen stehen rein rechnerisch 49.036 Ausbildungsbewerber gegenüber. Der Anteil derjenigen Bewerberinnen und Bewerber, die im Sommer die Schule verlassen, ist im Vergleich zum Vorjahr mit minus 1,7 Prozent leicht rückläufig. Die Zahl der Altbewerber, die die Schule bereits im vergangenen Jahr oder früher beendet haben, steigt um 3,6 Prozent an.

Gegenüber dem Vorjahr gibt es nochmals weniger Bewerber mit Hauptschulabschluss (minus 6,3 Prozent). Der Anteil der Bewerber mit mittlerem Bildungsabschluss, Fachhochschulreife oder Abitur ist nahezu gleich geblieben.

Ausbildungsstellen werden vor allem in folgenden Berufen angeboten: Kaufmann/-frau im Einzelhandel (3.488 Stellen), Industriekaufmann/-frau (2.446), Industriemechaniker/in (2.429), Verkäufer/in (2.069), Bankkaufmann/-frau (1.694), Koch/Köchin (1.671), Kaufmann - Groß-/Außenhandel – Großhandel (1.647), Fachkraft - Lagerlogistik (1.409), Mechatroniker/in (1.325), Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (1.314).

(Redaktion)