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Wirtschaft | Mi, 31.07.2013 14:15

Arbeitslosenquote steigt in Baden-Württemberg auf 4,0 Prozent

Die Arbeitslosenzahl stieg im Vergleich zum Juni um 1,2 Prozent auf 230.534 Personen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg um 11.089 (plus 5,1 Prozent) gestiegen. Vor einem Jahr lag die Quote bei 3,9 Prozent. Das teilt die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit mit.


„Der Beginn der Sommerferien führt zu einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit“, erläutert Eva Strobel, Leiterin der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. „Diese Entwicklung ist saisonüblich. Die Beschäftigungsaussichten bleiben weiterhin stabil“, erklärt Eva Strobel. „Da im Sommer berufsbildende Schulen und duale Ausbildungen enden, sind vor allem junge Menschen auf der Suche nach Ausbildung und Arbeit. Gerade in der Zeit eines erhöhten Fachkräftebedarfs und der demografischen Entwicklung im Land sind die Betriebe gefragt, den Jugendlichen eine berufliche Perspektive zu bieten“, so Strobel weiter.

Baden-Württemberg liegt weiter auf Rang zwei hinter Bayern (3,6 Prozent), was die Arbeitslosenquote bei den Erwachsenen betrifft. Bei den Jugendlichen liegt Baden-Württemberg mit 3,2 Prozent knapp hinter Bayern (3,1 Prozent) an der Spitze aller Bundesländer.

Die Zu- und Abgänge an Arbeitslosen haben gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Im Juli meldeten sich 59.222 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 9.591 mehr (plus 19,3 Prozent) als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 56.442 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 552 mehr (plus 1,0 Prozent) als im Juli 2012. Seit Jahresbeginn haben sich 407.038 Menschen arbeitslos gemeldet, dies sind 7.178 (plus 1,8 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig konnten von Januar bis Juli 399.222 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, dies sind 11.172 Menschen (plus 2,9 Prozent) mehr als noch im gleichen Zeitraum 2012.

Die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen innerhalb des Landes haben auch im Juli zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegt zwischen 2,5 Prozent (Bodenseekreis) und 8,1 Prozent (Stadtkreis Pforzheim). Insgesamt bleiben von den 44 Stadt- und Landkreisen im Südwesten 27 unter der landesweiten Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent. Im Vergleich der Regierungsbezirke war die Quote im Bezirk Tübingen mit 3,4 Prozent am niedrigsten, gefolgt von Freiburg mit 3,7 Prozent und Stuttgart mit 4,1 Prozent. Schlusslicht ist Karlsruhe mit 4,4 Prozent.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist saisonüblich angestiegen. Insgesamt waren im Juli 21.761 junge Frauen und Männer unter 25 Jahren arbeitslos, das sind 3.775 Arbeitslose mehr (plus 21,0 Prozent) als im Juni und 1.351 Arbeitslose mehr als noch vor einem Jahr (plus 6,6 Prozent). Die Quote liegt bei 3,2 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 3,0 Prozent. Sie weist große regionale Unterschiede auf: Im Stadtkreis Pforzheim (6,6 Prozent) ist sie am höchsten, im Bodenseekreis (1,8 Prozent) am niedrigsten. 7.692 junge Menschen – das sind 35,3 Prozent aller arbeitslosen Jugendlichen – gehören der Grundsicherung an. Die Politik erwartet von Agenturen und Kommunen, dass kein Jugendlicher länger als drei Monate arbeitslos bleibt. Im Juli ist das bei 60,4 Prozent gelungen.

(Redaktion)