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Wirtschaft | Fr, 31.01.2014 09:39

Arbeitslosenquote steigt in Baden-Württemberg auf 4,2 Prozent

Im Januar ist die Arbeitslosigkeit saisonüblich deutlich angestiegen. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag die Quote im Januar bei 4,2 Prozent (Dezember 2013: 3,9 Prozent). Die Arbeitslosenzahl stieg im Vergleich zum Vormonat um 8,1 Prozent auf 243.190 Personen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg um 0,5 Prozent gesunken. Vor einem Jahr lag die Quote bei 4,3 Prozent. Das teilt die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit mit.


„Wir starten mit der bundesweit niedrigsten Arbeitslosenquote ins neue Jahr. Das ist – auch dank des bisher milden Winters – ein guter Jahresauftakt für den baden-württembergischen Arbeitsmarkt. Erstmals seit einem Jahr liegen wir auch wieder unter den Vorjahreswerten. Das macht deutlich, dass die Konjunktur besser läuft als zu Beginn 2013“, erklärt Eva Strobel, Leiterin der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.

„Weiterhin positiv ist der Beschäftigungsaufbau im Land. Mittlerweile ist Baden-Württemberg zusammen mit Bayern auch hier an der Spitze der Flächenländer und es findet mittlerweile wieder in allen Branchen im Saldo ein Beschäftigungsaufbau statt“, so Eva Strobel.

Baden-Württemberg liegt auf Rang eins vor Bayern (4,4 Prozent), was die Arbeitslosenquote bei den Erwachsenen betrifft. Bei den Jugendlichen liegt Baden-Württemberg mit 2,8 Prozent vor Bayern (3,4 Prozent) an der Spitze aller Bundesländer.

Im Januar meldeten sich 68.180 Personen neu oder erneut arbeitslos, das waren 1,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 49.863 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 5,5 Prozent mehr als im Januar 2013.

Die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen innerhalb des Landes haben auch im Januar zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegt zwischen 2,8 Prozent (Enzkreis) und 7,6 Prozent (Stadtkreis Pforzheim). Insgesamt bleiben von den 44 Stadt- und Landkreisen im Südwesten 27 unter der landesweiten Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent. Im Vergleich der Regierungsbezirke war die Quote im Bezirk Tübingen mit 3,6 Prozent am niedrigsten, gefolgt von Freiburg mit 4,1 Prozent und Stuttgart mit 4,3 Prozent. Schlusslicht ist Karlsruhe mit 4,7 Prozent.

Im November 2013 gab es im Land 4.207.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, das sind 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Baden-Württemberg liegt zusammen mit Bayern auf Platz eins bei den Flächenländern und deutlich über dem Bund, der einen Zuwachs von 1,1 Prozent verzeichnet.

Mit Blick auf das Vorjahr ist in keiner Branche ein Beschäftigungsrückgang mehr festzustellen. Nach der Branche „Verkehr und Lagerei“ (plus 4,9 Prozent) findet der stärkste Aufbau in der Zeitarbeit (plus 4,1 Prozent) statt. Gerade der Aufwuchs in der Zeitarbeit ist ein Hinweis auf eine wieder besser laufende Konjunktur im Land.

(Redaktion)