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Wirtschaft | Fr, 01.06.2012 08:16

Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg auf niedrigstem Stand seit 20 Jahren

In Baden-Württemberg ist die Arbeitslosigkeit mit 3,8 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Im Mai waren 215.468 Personen und damit rund 7.600 (- 3,4 Prozent) weniger Menschen ohne Arbeit als im Vormonat.


„Es ist ein großartiger Erfolg für Baden-Württemberg, dass in unserem Land so wenige Menschen ohne Arbeit sind", betonten Arbeitsministerin Katrin Altpeter und Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid. Für die kommenden Monate rechnen die Minister mit einer Konsolidierung des Arbeitsmarktes. „Die schwächeren Wachstumserwartungen für 2012 dürften den robusten Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg kaum beeinträchtigen“, sagten die Minister anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen.

Trotz der erfreulichen Entwicklung des Arbeitsmarktes bleiben benachteiligte junge Menschen im Land die Sorgenkinder der Ministerin. Zwar liegt die Arbeitslosenquote bei jungen Menschen in Baden-Württemberg bei lediglich 2,4 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr sind aber 370 mehr junge Menschen ohne Arbeit. „Ich appelliere an die Betriebe und Unternehmen in Baden-Württemberg, auch Jugendlichen mit Problemen eine Chance auf einen Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz zu geben“, sagte die Ministerin.

Zufrieden äußerte sich Altpeter über den jüngsten Tarifabschluss in der Metallindustrie. „Die Verhandlungspartner in der Metallindustrie haben die unbefristete Übernahme von Jugendlichen nach der Ausbildung zur Regel gemacht“, so die Ministerin. „Das ist dabei ein wichtiger Schritt, um den Fachkräftemangel zu verhindern“, erklärte Altpeter.

"Um dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken, haben wir die Fachkräfteallianz Baden-Württemberg ins Leben gerufen", erklärte Minister Schmid. Ziel der Fachkräfteallianz ist unter anderem, dass alle Jugendliche ein Ausbildungs- oder Qualifizierungsangebot erhalten und die Rahmenbedingungen für die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen sich verbessern. "Beispielsweise wollen wir, dass die Unternehmen das Potenzial der Jugendlichen mit Migrationshintergrund besser berücksichtigen. Vielfalt ist eine enorme Chance. Ein weiteres Ziel der Fachkräfteallianz ist die Nachqualifizierung an- und ungelernter Beschäftigter, denn auch hier schlummern hohe Potenziale. Diesen Bereich wollen wir gemeinsam mit den Tarifpartnern entschlossen anpacken."

(Redaktion)