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Wirtschaft | Mi, 02.10.2013 08:11

Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg gesunken

Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg im September bei 4,0 Prozent. Im Vergleich zum August bedeutet das einen Rückgang um 0,2 Prozent. Die Arbeitslosenzahl sank gegenüber dem Vormonat um 4,4 Prozent auf 231.622 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg plus 4,2 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr lag die Quote bei 3,9 Prozent. Das teilt die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit mit.


„Nach Ende der Sommerpause nimmt der Arbeitsmarkt wieder leicht an Fahrt auf“, erklärt Eva Strobel, Leiterin der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. „Die Beschäftigung steigt stärker als die Arbeitslosigkeit zurückgeht. Die Arbeitsagenturen und Jobcenter bieten den Arbeitslosen, die aufgrund fehlender Qualifizierung nur schwer eine Stelle finden, passende Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen an“, so Strobel.

Baden-Württemberg liegt weiter auf Rang zwei hinter Bayern (3,6 Prozent), was die Arbeitslosenquote bei den Erwachsenen betrifft. Bei den Jugendlichen liegt Baden-Württemberg mit 3,3 Prozent (Bayern: 3,4 Prozent) an der Spitze aller Bundesländer.

Die Zu- und Abgänge an Arbeitslosen haben gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Im September meldeten sich 61.995 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 5,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 72.720 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 22,2 Prozent mehr als im September 2012. Seit Jahresbeginn haben sich 540.236 Menschen arbeitslos gemeldet, dies sind plus 2,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig konnten von Januar bis September 531.466 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Das bedeutet ein Plus von 3,5 Prozent dem gleichen Zeitraum 2012.

Die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen innerhalb des Landes haben auch im September zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegt zwischen 2,6 Prozent (Bodenseekreis) und 7,7 Prozent (Stadtkreis Pforzheim). Insgesamt bleiben von den 44 Stadt- und Landkreisen im Südwesten 25 unter der landesweiten Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent.

Im Vergleich der Regierungsbezirke war die Quote im Bezirk Tübingen mit 3,4 Prozent am niedrigsten. Danach folgen Freiburg mit 3,7 Prozent und Stuttgart mit 4,1 Prozent. Schlusslicht ist Karlsruhe mit 4,5 Prozent.

Insgesamt waren im September 22.394 junge Frauen und Männer unter 25 Jahren arbeitslos, das sind 17,9 Prozent weniger als im August und 1,8 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die Quote sinkt auf 3,3 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 3,2 Prozent. Sie weist große regionale Unterschiede auf: Im Stadtkreis Pforzheim (6,8 Prozent) ist sie am höchsten, im Bodenseekreis (1,9 Prozent) am niedrigsten. 34,1 Prozent aller arbeitslosen Jugendlichen gehören der Grundsicherung an. Die Politik erwartet von Agenturen und Kommunen, dass kein Jugendlicher länger als drei Monate arbeitslos bleibt. Im September ist das bei 71,2 Prozent gelungen.

Im Juli 2013 gab es im Land 4.135.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, das sind 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit Blick auf das Vorjahr ist weiterhin ein deutlicher Rückgang um 3,5 Prozent bei den Beschäftigten in der Zeitarbeit zu erkennen. Ebenso ist auch ein Rückgang um 2,5 Prozent bei den Energieversorgern  und bei den sonstigen Dienstleistungen, private Haushalte mit minus 0,8 Prozent zu beobachten.

(Redaktion)