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Wirtschaft | Fr, 30.11.2012 08:39

Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg bleibt stabil

Im November ist die Arbeitslosigkeit leicht zurück gegangen. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag die Quote im November bei 3,8 Prozent (Oktober: 3,8 Prozent). Damit liegt Baden-Württemberg weiter auf Rang zwei hinter Bayern (3,4 Prozent), was die Arbeitslosenquote betrifft. Die Arbeitslosenzahl sank im Vergleich zum Vormonat um 603 (minus 0,3 Prozent) auf 217.597 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es in Baden-Württemberg 13.914 Arbeitslose mehr (plus 6,8 Prozent). Vor einem Jahr lag die Quote bei 3,6 Prozent. Diese Zahlen veröffentlichte die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.


Die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen innerhalb des Landes haben auch im November zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegt zwischen 2,6 Prozent (Landkreise Biberach und Ravensburg sowie der Enzkreis) und 7,6 Prozent (Stadtkreis Pforzheim). Insgesamt bleiben von den 44 Stadt- und Landkreisen im Südwesten 29 unter der landesweiten Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent. Im Vergleich der Regierungsbezirke war die Quote im Bezirk Tübingen mit 3,3 Prozent am niedrigsten, gefolgt von Freiburg mit 3,6 Prozent und Stuttgart mit 4,0 Prozent. Schlusslicht ist Karlsruhe mit 4,2 Prozent.

Insgesamt waren in Baden-Württemberg im November 18.114 junge Frauen und Männer unter 25 Jahren arbeitslos. Das sind 755 Arbeitslose weniger (minus 4,0 Prozent) als im Oktober und 3.212 Arbeitslose mehr als noch vor einem Jahr (plus 21,6 Prozent). Die Quote liegt bei 2,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 2,2 Prozent. Die Quote weist auch große regionale Unterschiede auf: Im Stadtkreis Pforzheim (6,0 Prozent) ist sie am höchsten, im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (1,6 Prozent) am niedrigsten. 6.823 junge Menschen – das sind 37,7 Prozent aller arbeitslosen Jugendlichen – gehören der Grundsicherung an. Die Politik erwartet von Agenturen und Kommunen, dass kein Jugendlicher länger als drei Monate arbeitslos bleibt. Im November ist das bei 61,4 Prozent gelungen.

Bei den arbeitslosen Frauen und Männern, die 50 Jahre und älter sind, waren mit 73.750 Menschen insgesamt 241 Personen weniger arbeitslos (minus 0,3 Prozent) als im Oktober. Im Vorjahresvergleich sind es 3.672 Arbeitslose mehr (plus 5,2 Prozent).

Bei den arbeitslos gemeldeten Ausländern ist die Quote im November mit 8,8 Prozent gleich geblieben. Insgesamt waren 54.993 Ausländer ohne Arbeit. Dies sind 275 Personen mehr (plus 0,5 Prozent) als im Oktober, gegenüber dem Vorjahresmonat sind es 4.400 Personen (plus 8,7 Prozent) mehr.

Beim Geschlechtervergleich sind Frauen weiterhin stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Männer: Im November waren 106.568 Frauen arbeitslos, das sind 1.424 weniger (minus 1,3 Prozent) als im Oktober. Die Quote bleibt bei den Frauen bei 4,0 Prozent. Im Vorjahresvergleich sind 4.275 Frauen (plus 4,2 Prozent) mehr arbeitslos. Die Zahl der arbeitslosen Männer ist im November um 821 (plus 0,7 Prozent) auf 111.029 Personen gestiegen. Die Quote der Männer liegt bei 3,7 Prozent (Oktober 2012: 3,7 Prozent). Im Vorjahresvergleich sind 9.639 (plus 9,5 Prozent) mehr Männer arbeitslos.

Arbeitsministerin Katrin Altpeter und Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid sind mit der Entwicklung des Arbeitsmarktes in Baden-Württemberg im Großen und Ganzen zufrieden, auch wenn die Arbeitslosigkeit in diesem Monat nicht so stark wie sonst in Novembermonaten üblich zurückgegangen ist. „Mit einer Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent haben wir im Bundesvergleich immer noch eine hervorragende Arbeitsmarktsituation. Damit sind wir für die saisonbedingt schlechteren Wintermonate gut gerüstet“, betonten beide.

(Redaktion)