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Wirtschaft | Do, 31.07.2014 12:14

Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg in guter Verfassung

Im Juli ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg saisonüblich leicht angestiegen. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen ergibt sich im Juli eine Quote von 3,9 Prozent (Juni: 3,8 Prozent). Die Arbeitslosenzahl stieg im Vergleich zum Vormonat um plus 1,8 Prozent auf 228.478 Personen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg um minus 0,9 Prozent gesunken. Vor einem Jahr lag die Quote bei 4,0 Prozent. Das teilt die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit mit.


„Der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg zeigt sich weiterhin in guter Verfassung, auch wenn die Arbeitslosigkeit im Juli saisonüblich – vor allem aufgrund der Beendigung von Ausbildungsverhältnissen - angestiegen ist. Die Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten hinterlassen bisher noch keine Spuren auf dem Arbeitsmarkt im Land. Wir spüren aber eine gewisse Zurückhaltung bei den Unternehmen“, erklärt Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.

Baden-Württemberg liegt hinter Bayern (3,6 Prozent) auf Rang zwei, was die Arbeitslosenquote bei den Erwachsenen betrifft. Bei den Jugendlichen liegt Baden-Württemberg mit 3,0 Prozent vor Bayern (3,2 Prozent) an der Spitze aller Bundesländer.

Im Juli meldeten sich 59.257 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 0,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 55.341 Personen ihre Arbeitslosigkeit, weniger 2,0 Prozent als im Juli 2013.

Seit Jahresbeginn haben sich 404.471 Menschen arbeitslos gemeldet, dies sind 0,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig konnten von Januar bis Juli 400.766 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, dies sind 0,4 Prozent mehr als noch im gleichen Zeitraum 2013.

Die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen innerhalb des Landes haben auch im Juli zu einer großen Bandbreite der Arbeitslosenquoten geführt. Sie liegen zwischen 2,5 Prozent (Landkreis Biberach) und 7,6 Prozent (Stadtkreis Pforzheim). Insgesamt bleiben von den 44 Stadt- und Landkreisen im Südwesten 28 unter der landesweiten Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent. Im Vergleich der Regierungsbezirke war die Quote im Bezirk Tübingen mit 3,2 Prozent am niedrigsten, gefolgt von Freiburg mit 3,6 Prozent und Stuttgart mit 4,0 Prozent. Schlusslicht ist Karlsruhe mit 4,4 Prozent.

Im Mai 2014 gab es im Land hochgerechnet 4.208.800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, das sind 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Baden-Württemberg liegt mit Bayern (plus 1,9 Prozent) auf Platz 1 bei den Flächenländern und deutlich über dem Bund, der einen Zuwachs von 1,5 Prozent verzeichnet.

Mit Blick auf das Vorjahr ist in fast allen Branchen ein Beschäftigungsaufbau festzustellen. Nach der Zeitarbeit (plus 5,9 Prozent) findet der stärkste Aufbau in den Branchen „Land- und Forstwirtschaft“ (plus 4,7 Prozent), „Verkehr und Lagerei“ (plus 4,3 Prozent) sowie im Gastgewerbe (plus 4,3 Prozent) statt. In den Branchen „Bergbau, Energie- und Wasserversorgung, Entsorgungswirtschaft“ (minus 1,1 Prozent) und der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (minus 0,5 Prozent) findet ein Beschäftigungsabbau gegenüber dem Vorjahr statt.

(Redaktion)