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Wirtschaft | Mi, 09.09.2015 09:32

Arbeitsvolumen entwickelt sich moderat

Erwerbstätige haben im zweiten Quartal 2015 insgesamt rund 13,8 Milliarden Stunden gearbeitet. Das bedeutet eine Zunahme um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Saison- und kalenderbereinigt zeigt sich gegenüber dem Vorquartal keine Veränderung. Das berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).


„Die Abflachung des Trends beim Arbeitsvolumen ist auf den Rückgang bei den Minijobbern und Selbständigen zurückzuführen. Bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung geht es dagegen weiter steil bergauf“, betont Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen". Auch die Entwicklung bei den Erwerbstätigen insgesamt sei weiter positiv. Im zweiten Quartal 2015 stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,4 Prozent auf gut 42,8 Millionen. Saison- und kalenderbereinigt nahm die Zahl im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 Prozent zu.

Die Arbeitszeit der Erwerbstätigen pro Kopf stieg im zweiten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,2 Prozent auf 323,1 Stunden. Saison- und kalenderbereinigt ist sie im Vergleich zum Vorquartal aber um 0,1 Prozent gesunken.

Die Stundenproduktivität nahm im zweiten Quartal 2015 um ein Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zu. „Die Entwicklung der Produktivität hat nach jahrelanger Flaute wieder deutlich angezogen“, erläutert IAB-Ökonom Weber.

Die tarifliche oder betriebsübliche Wochenarbeitszeit bei Voll- und Teilzeitbeschäftigten lag weiter bei rund 30 Stunden. Vollzeitbeschäftigte arbeiteten im Durchschnitt 38 Stunden, Teilzeitbeschäftigte 16 Stunden. Auf jeden Beschäftigten kamen im zweiten Quartal 2015 im Durchschnitt 5,0 bezahlte und 6,3 unbezahlte Überstunden. Die Beschäftigten haben ihr Guthaben auf den Arbeitszeitkonten im zweiten Quartal 2015 um 0,2 Stunden aufgebaut.

Der Krankenstand lag mit 3,5 Prozent rund 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahresquartal. Im zweiten Quartal 2015 waren beschäftigte Arbeitnehmer damit durchschnittlich rund zwei Arbeitstage krank.

(Redaktion)