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Wirtschaft | Fr, 12.06.2015 08:51

Arbeitsvolumen wieder leicht gestiegen

Erwerbstätige haben im ersten Quartal 2015 insgesamt rund 14,9 Milliarden Stunden gearbeitet, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das bedeutet eine leichte Zunahme um 0,5 Prozent verglichen mit dem Vorjahresquartal. Im Vergleich zum vierten Quartal 2014 ist das Arbeitsvolumen saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent gestiegen.


Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 0,7 Prozent auf gut 42,4 Millionen. „Der Anstieg des Arbeitsvolumens im Lauf des letzten Jahres ist auf die Zunahme der Zahl der Erwerbstätigen zurückzuführen“, betont Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen". Die Arbeitszeit pro Kopf ist im ersten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,2 Prozent auf 351,7 Stunden gesunken. Das liege unter anderem an der Grippewelle, welche im Winter in Deutschland grassierte. Außerdem sei mit Einführung des Mindestlohns Anfang des Jahres die Arbeitszeit bei den Minijobs teilweise reduziert worden.

Im Vergleich zum vierten Quartal 2014 stagnierte die Zahl der Erwerbstätigen saison- und kalenderbereinigt. Dies sei auf die gesunkene Zahl der Minijobber seit Einführung des Mindestlohns zurückzuführen. „Insgesamt geht der Aufwärtstrend bei der Beschäftigung aber weiter“, so IAB-Ökonom Weber.

Die tarifliche oder betriebsübliche Wochenarbeitszeit bei Voll- und Teilzeitbeschäftigten lag bei rund 30 Stunden. Vollzeitbeschäftigte arbeiteten im Durchschnitt 38 Stunden, Teilzeitbeschäftigte 16 Stunden. Auf jeden Beschäftigten kamen im ersten Quartal 2015 im Durchschnitt 4,8 bezahlte und 7,3 unbezahlte Überstunden. Die Beschäftigten haben ihr Guthaben auf den Arbeitszeitkonten im ersten Quartal 2015 um 0,6 Stunden abgebaut.

(Redaktion)