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Wirtschaft | Mo, 25.06.2012 07:42

Aufschwung im baden-württembergischen Tourismus hält im Winterhalbjahr an

Der im Frühjahr 2010 begonnene Aufschwung des baden-württembergischen Tourismusgewerbes setzte sich auch über die Jahreswende 2011/12 hinweg mit sogar noch verstärkter Dynamik fort. Die Gästeübernachtungen in der heimischen Beherbergungsbranche (Beherbergungsbetriebe ab 10 Betten oder Stellplätzen) stiegen im Winterhalbjahr 2011/12 um 7,3 Prozent. Mit 18,3 Millionen wurde erstmals in einer Wintersaison die Schwelle von 18 Millionen Übernachtungen überschritten. Dabei übertrafen die Übernachtungen in jedem einzelnen Monat das jeweilige Vorjahresergebnis. Dies berichtet das Statistische Landesamt.


Wie bereits in den vergangenen beiden Jahren nahmen die Auslandsgäste beim Aufschwung eine Vorreiterrolle ein, denn ihre Übernachtungen stiegen im Winterhalbjahr um stattliche 14 Prozent und übertrafen dadurch mit 3,3 Millionen erstmals den Wert von 3 Millionen. Allerdings erreichten auch die Übernachtungszuwächse bei den Gästen aus Deutschland mit 5,9 Prozent (auf 14,9 Millionen Übernachtungen) eine Dimension wie zuletzt im Winterhalbjahr 1999/2000. Insgesamt stehen damit die Vorzeichen gut, dass auch in der anbrechenden Sommersaison – dem für die Tourismusbranche wichtigeren Jahresabschnitt – eine weiterhin günstige Entwicklung zu erwarten ist.

Im Winterhalbjahr 2011/12 erzielten nahezu alle Marktsegmente und Reiseregionen des Landes Übernachtungszuwächse, wenn auch in teilweise unterschiedlichem Umfang. Selbst die Vorsorge- und Reha-Kliniken, die im vorhergehenden Winterhalbjahr noch einen Übernachtungsrückgang hatten hinnehmen müssen, verbesserten ihr Übernachtungsergebnis um 3,7 Prozent. Mit 4,8 Prozent waren die Zuwächse in der Parahotellerie etwas stärker, zu der Einrichtungen wie Ferien- und Erholungsheime, Schulungsheime, Ferienwohnungen, Jugendherbergen oder Campingplätze gezählt werden können. Am stärksten fielen die Zuwächse allerdings in der Hotellerie (Hotels, Hotels garnis, Gasthöfe und Pensionen) aus, die sogar um 8,9 Prozent zulegen konnten.

In der Gliederung nach Gemeindegruppen blieben die höher prädikatisierten Heilbäder, in denen das Kurwesen eine vergleichsweise starke Rolle spielt, mit einem Übernachtungsplus um 3,7 Prozent hinter der Landesentwicklung zurück. Bei den niedriger prädikatisierten Luftkurorten und den Erholungsorten bewegten sich die Übernachtungszuwächse mit 7,3 bzw. 7,8 Prozent in einer ähnlichen Dimension wie landesweit. Lediglich die sonstigen Gemeinden ohne touristisches Prädikat, zu denen auch die meisten größeren Städte zählen, hoben sich mit einem Übernachtungsplus von 9,1 Prozent heraus.

In der regionalen Betrachtung nach Reisegebieten bewegten sich die Übernachtungszuwächse im Winterhalbjahr 2011/12 in einer Spanne von 2,8 Prozent im Württembergischen Allgäu-Oberschwaben bis 11,5 Prozent in der Region Stuttgart. Auch der Schwarzwald, der mit einem Übernachtungsanteil von 42 Prozent im vergangenen Winter weiterhin das bedeutendste Reiseziel des Landes darstellt, konnte seine Übernachtungen um 6 Prozent steigern. Dabei zeigte sich insbesondere der Mittlere Schwarzwald, der sich zuletzt eher schwächer entwickelt hatte, mit einem Zuwachs um 7,1 Prozent deutlich erholt.

(Redaktion)