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Wirtschaft | Do, 15.04.2010 10:09

Ausbildungsumfrage 2010 bescheinigt ein stabiles Angebot an Ausbildungsplätzen

Die Zahl der angebotenen Lehrstellen wird in diesem Jahr stabil bleiben. Davon geht die IHK Ulm nach dem Ergebnis der Ausbildungsumfrage 2010 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) aus.


Die Umfrage ergab für Baden Württemberg, dass 14 Prozent der Betriebe mehr ausbilden wollen, 26 Prozent weniger und 60 Prozent halten ihr Ausbildungsplatzangebot aufrecht. Damit bleibt bei drei von vier Unternehmen das Ausbildungsplatzangebot stabil oder vergrößert sich sogar. Die betrieblichen Ausbildungspläne verändern sich somit trotz der noch nicht überwundenen Wirtschaftskrise nicht maßgeblich. In dem Maße, in dem die Konjunktur in den kommenden Monaten Tritt fasst, dürfte sich jetzt der erkennbare positive Trend beim Ausbildungsplatzangebot fortsetzen.

In der IHK-Region Ulm ist die Situation durch den guten Branchenmix günstiger. Hier wollen über 71 Prozent der befragten Unternehmen ihr Ausbildungsangebot stabil halten, immerhin 11 Prozent mehr als im Land. Und mit 19 Prozent ist der Anteil der Unternehmen, die ihr Ausbildungsangebot verringern wollen, um 7 Prozent geringer als im Land. Diese günstige Situation in unserer Region zeigt auch die Entwicklung der Ausbildungsverhältnisse im vergangenen Jahr. Die IHK-Region Ulm lag mit einem Rückgang von 3,4 Prozent deutlich unter dem Landesdurchschnitt von -8,7 Prozent. Damit bleibt die IHK-Region Ulm weiter die ausbildungsstärkste IHK-Region in Baden-Württemberg.

Die Zahl der Schulabgänger aus Haupt- und Realschulen wird in diesem Jahr um 10,7 Prozent geringer sein als 2007. Diese Situation wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg sinkt die Zahl der Schulabgänger aus diesen Schularten bis zum Schuljahr 2015/16 um mehr als ein Fünftel. Das Problem wird für die Unternehmen eher sein, geeignete Ausbildungsplatzbewerber zu finden.

Für mehr als die Hälfte der Betriebe (Vorjahr 38 Prozent) hat mittlerweile die Sicherung des Fachkräftenachwuchses großen Einfluss auf ihre Ausbildungsentscheidung. In unserer Region sind dies sogar 77 Prozent. „Das zeigt nachdrücklich, wie sehr die Unternehmen die demografische Entwicklung als unternehmerische Herausforderung annehmen“, so Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle, der auf die Demografie-Initiative der IHK Ulm hinweist, die die Betriebe dafür sensibilisiert. Das Motiv „Geschäftserwartungen“ ist hingegen nur noch für 25 Prozent der Betriebe maßgeblich bei ihrer Ausbildungsplanung. Die Fachkräftesicherung ist das Leitmotiv beim Ausbildungsplatzangebot.

Die Unternehmen wollen dem zunehmenden Fachkräftemangel mittelfristig mit zusätzlichen Ausbildungsplätzen (32 Prozent) und mit verstärkter betrieblicher Weiterbildung begegnen (56 Prozent).

(Redaktion/IHK Ulm)