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Wirtschaft | Mo, 23.11.2015 09:04

Außenhandel auf Rekordkurs

In den ersten neun Monaten des Jahres 2015 exportierte Baden‑Württemberg Waren im Wert von 147,8 Mrd. Euro und importierte Waren im Wert von 116,3 Mrd. Euro. Damit lagen nach Angaben des Statistischen Landesamtes die Exporte in den ersten drei Quartalen 2015 um 9,9 Prozent, die Importe um 6,2 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Baden‑Württembergs Außenhandel übertraf in beiden Handelsrichtungen die bundesdurchschnittliche Entwicklung (Ausfuhren +7,0 Prozent, Einfuhren +4,2 Prozent).


Nach einem schwachen Jahresstart mit einem leichten Rückgang der Exporte im Januar (−1,3 Prozent), verlief die Entwicklung in den folgenden Monaten zumeist überdurchschnittlich. Mit 18,5 Mrd. Euro wurde im Juli der bisherige Höchstwert im monatlichen Außenhandelsergebnis erzielt. In allen für den badenwürttembergischen Außenhandel wichtigen Warengruppen wurden höhere Exporterlöse als in den drei Vorjahresquartalen 2014 erwirtschaftet. Die bedeutendste Güterposition im Export „Kraftwagen und Kraftwagenteile“ verzeichnete ein Plus von 20 Prozent (40,3 Mrd. Euro) und stärkte nochmals ihre Bedeutung für die gesamte Exportwirtschaft. Die wichtigsten Zielländer für diese Warengruppe waren die Vereinigten Staaten, China, das Vereinigte Königreich sowie die Republik Korea und Frankreich. Dabei wurde jeder fünfte Euro mit Kraftfahrzeugexporten in die Vereinigten Staaten erzielt. Auch in der zweitwichtigsten Warengruppe „Maschinen“ wurde der Vorjahreswert übertroffen (+5,3 Prozent auf 29,3 Mrd. Euro). Die in der Rangfolge drittwichtigsten „Pharmazeutischen Erzeugnisse“ legten mit plus 16,5 Prozent gleichfalls zu (14,5 Mrd. Euro).

Deutliche Nachfrageimpulse kamen in den ersten drei Quartalen 2015 aus dem europäischen Ausland. So erhöhten sich die badenwürttembergischen Exporte in die EU um 9,5 Prozent (75 Mrd. Euro) und darunter in die Eurozone um 7,4 Prozent (48,2 Mrd. Euro). Dabei zog vor allem auch in den südlichen Ländern Europas die Nachfrage nach badenwürttembergischen Gütern wieder spürbar an (Italien +10,0 Prozent, Spanien  +14,6 Prozent und Portugal +15,9 Prozent). In der Nicht-Eurozone ist nach wie vor das Vereinigte Königreich stärkster Handelspartner (+18,1 Prozent auf 10 Mrd. Euro).

Die Position der USA als Hauptabnehmerland badenwürttembergischer Waren hat sich nochmals verstärkt. Mit einer Steigerung der Ausfuhrwerte um 26 Prozent auf 19,3 Mrd. Euro erhöhte sich der Anteil an den Gesamtexporten von 11,4 auf 13,1 Prozent. Ein Drittel des Exportzuwachses in den ersten drei Quartalen 2015 resultierte aus dem Handel mit den USA. Unverändert folgen auf Platz zwei und drei der wichtigsten Handelspartner Frankreich und China. Danach gab es Verschiebungen in der Rangfolge. Das Vereinigte Königreich nimmt inzwischen zwar den vierten Rang ein, allerdings nur mit geringem Abstand zur nachfolgenden Schweiz. Erwartungsgemäß waren die Ausfuhren in die Russische Föderation stark rückläufig. Sie sanken um 24,3 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro. Besonders stark betroffen waren hier die Warengruppen „Maschinen“, „Kraftwagen und Kraftwagenteile“ sowie „Pharmazeutische Erzeugnisse“.

(Redaktion)