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Wirtschaft | Do, 22.08.2013 10:12

Aussichten für Maschenindustrie weiterhin stabil

Die Unternehmen der deutschen Maschen- und Miederindustrie befinden sich in einer stabilen Lage. Die Mehrheit der Unternehmen erwartet für den Herbst gleichbleibende Inlandsumsätze. Aus dem Ausland kommen wieder leichte Impulse, die für eine Trendwende aus der Rezession in Europa sprechen. Gleichzeitig orientiert sich die Branche stärker an wachstumsstarken Überseemärkten. Das ist das Ergebnis der Geschäftsklima-Umfrage von Gesamtmasche im Juli.


Der Geschäftsklimaindex hat sich zwar durch vorsichtigere Zukunftserwartungen geringfügig von 4,21 auf 4,02 Punkte abgeschwächt. Ihre aktuelle Geschäftslage bewerten die Unternehmen mit 6,85 Indexpunkten jedoch deutlich positiver als in der April-Umfrage (minus 2,5 Punkte). Über 40 Prozent der Maschenunternehmen bezeichnen ihre Kapazitätsauslastung als gut. Das sind doppelt so viele wie noch vor drei Monaten. Weitere rund 50 Prozent zeigen sich zumindest zufrieden. Die Hersteller von Wäsche schneiden bei der Kapazitätsauslastung überdurchschnittlich ab, auch wenn sie im Vergleich zur Gesamtbranche weniger zuversichtlich in punkto Umsatzentwicklung sind.

Rund 70 Prozent der Unternehmen beurteilen ihre aktuellen Inlandsumsätze als zufriedenstellend oder gut. Neun von zehn Maschenherstellern glauben, dass ihr Inlandsumsatz in den nächsten Monaten stabil bleibt oder steigt.

Im Bereich Wäsche sagen das sogar 100 Prozent der Unternehmen. Damit bestätigt die Branche das Bild, das die Konsumforscher derzeit von der guten Verbraucherstimmung in Deutschland zeichnen. In wichtigen EU-Nachbarländern sind die Konjunktur- und Einkommenserwartungen immer noch ungünstig und dämpfen die Exporterwartungen. Mit der gebremsten Talfahrt Italiens und Spaniens und der „schwarzen Null“ in Frankreich scheinen wichtige Absatzmärkte wieder Tritt zu fassen.

Parallel dazu nimmt die Branche weiter entfernte, aber wachstumsstarke Destinationen ins Visier. Russland erweist sich dabei als dynamischer Volumenmarkt, in dem die Branche fortgesetzt ein Plus von um die zwölf Prozent pro Jahr realisieren kann. Auf noch bescheidenem Niveau, aber mit beachtlichen, teils dreistelligen Wachstumsraten entwickeln sich die Lieferungen in die Schwellenländermärkte Südamerikas.

Mit ihrer Ertragslage zeigen sich zwei Drittel der Maschenunternehmen zufrieden. Bezeichneten im April noch ein Viertel der Unternehmen die Preissituation als schlecht, sagen dies aktuell nur noch neun Prozent. Knapp vier Fünftel der Maschenunternehmen rechnen mit steigenden oder wenigstens gleichbleibenden Orders.

Die Prognosen für die Erträge im zweiten Halbjahr fallen angesichts weiter steigender Produktionskosten verhaltener aus. Neben Energie- und Lohnkosten tragen dazu die Rohstoffkosten einen beachtlichen Teil bei: Der Baumwollpreis nähert sich wieder der Marke von einem US-Dollar, und asiatisches Polyestergarn hat sich binnen dreier Monate um zehn Prozent verteuert.

(Redaktion)