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Vermischtes | Do, 30.04.2009 10:39

Bad Wildbad ist das InternetDorf/2009

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch: "Gemeinden im Ländlichen Raum bieten elektronischen Bürgerservice auf höchstem Niveau und setzen Maßstäbe beim digitalen Tourismusmarketing“

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hisch MdL (MLR) (2.v.l.) und Bürgermeister Klaus Mack (Stadt Bad Wildbad) (2.v.r.) (Quelle: MFG Baden-Württemberg)

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hisch MdL (MLR) (2.v.l.) und Bürgermeister Klaus Mack (Stadt Bad Wildbad) (2.v.r.) (Quelle: MFG Baden-Württemberg)


„Die Internetangebote unserer Gemeinden und Dörfer sind wichtige Kommunikations- und Dienstleistungsplattformen für die Bürgerinnen und Bürger. Darüber hinaus spielen sie beim Standort- und Tourismusmarketing eine immer wichtigere Rolle. Die Sieger des Landeswettbewerbs 2009 stehen fest; und ich freue mich, den bundesweit einzigartigen Preis InternetDorf/2009 an die Stadt Bad Wildbad (Landkreis Calw) vergeben zu können“, sagte die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am Mittwoch (29. April) anlässlich der Preisverleihung InternetDorf/2009. Prämiert werden im Rahmen dieses Wettbewerbs jährlich die besten Internetauftritte von Kommunen mit bis zu 20.000 Einwohnern.

In einem Bewerberfeld von 86 Kommunen konnten sich Bad Wildbad im Landkreis Calw (InternetDorf/2009 und Innovation des Jahres), Korntal-Münchingen im Landkreis Ludwigsburg (Beste Barrierefreiheit), die Ferienregion Münstertal-Staufen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald mit den Gemeinden Ballrechten-Dottingen, Münstertal und der Stadt Staufen (Bestes Tourismusangebot) sowie Schiltach im Landkreis Rottweil anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Wettbewerbs als 'Bestes InternetDorf der letzten zehn Jahre' durchsetzen. Schiltach ist die einzige Kommune, die bereits zweimal den Titel InternetDorf in den Jahren 2001 und 2007 gewonnen hat. Der Wettbewerb wird seit 1999 von der Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg, dem Gemeindetag Baden-Württemberg und der MFG Baden-Württemberg mbH - Innovationsagentur des Landes für Informationstechnologie und Medien veranstaltet.

Erstmals vergeben wurde dieses Jahr der Preis in der Kategorie 'Bestes Tourismusangebot'. Für viele Dörfer und Regionen im Ländlichen Raum ist der Tourismus ein wichtiger Standortfaktor. Dabei spielen Online-Marketing, E-Commerce und neuartige digitale Dienstleistungen eine zentrale Rolle. Mit dem Portal der Ferienregion Münstertal-Staufen wurde in dieser Kategorie außerdem erstmalig ein interkommunales Kooperationsprojekt von Ballrechten-Dottingen, Münstertal und Staufen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) ausgezeichnet.

Damit in Zeiten knapper Haushaltsmittel auch Wettbewerbsteilnehmer ohne komplett überarbeitete Internetangebote die Chance haben, eine Auszeichnung für besonders vorbildliche Anwendungen zu erhalten, wurde dieses Jahr erneut ein Preis für die 'Innovation des Jahres' ausgeschrieben. „Mit kreativen Ideen und Online-Diensten setzen Baden-Württembergs Kommunen europaweit Maßstäbe. Das betrifft neben den Abläufen in der Verwaltung insbesondere die Bereiche Bürgerbeteiligung, regionales Wissensmanagement und Standortmarketing. Die Stadt Bad Wildbad (Landkreis Calw) mit ihrem Angebot 'Bad Wildbad mobil' für mobile Endgeräte steht beispielhaft für diese herausragende Innovationskraft“, betonte Staatssekretärin Gurr-Hirsch MdL.

Als der Wettbewerb vor zehn Jahren zum ersten Mal ausgeschrieben wurde, war noch nicht abzusehen, wie rasant die Medienentwicklung in den kommenden Jahren voranschreiten würde. „Während im Jahr 1998 nur rund 15 Prozent der Baden-Württemberger das Internet nutzten, waren es im Jahr 2008 bereits 70 Prozent. Dem entsprechend hat sich auch das Ziel des InternetDorf-Wettbewerbs gewandelt: Es geht nicht mehr darum, ob eine Kommune im Netz vertreten ist, sondern wie. Besonders wichtig für den Erfolg der Online-Plattformen sind neben einem schnellen Internetzugang in den ländlichen Regionen vor allem eine benutzerfreundliche und barrierefreie Gestaltung der Websites“, erläuterte Klaus Haasis , Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg.

Informationen zu den Preisträgern:
Das „InternetDorf/2009“ mit dem besten Gesamtangebot ist die Stadt Bad Wildbad (Landkreis Calw, www.bad-wildbad.de). Bad Wildbad positioniert sich im Internet konsequent und überzeugend als attraktives Urlaubsziel im Schwarzwald mit seinen Thermalquellen und Gesundheitsangeboten ohne auf umfassende Informationen und Service-Angebote für die Bürger zu verzichten. Der Internetauftritt ist übersichtlich strukturiert und bietet in allen Bereichen (Gäste, Thermen, Gesundheit und Stadtleben) gut aufbereitete und ausführlich dargestellte Inhalte. Auch in Bezug auf die Usability und Barrierefreiheit ist die Website vorbildlich. Besonders hervorzuheben sind die hochwertigen und serviceorientierten Informationsangebote für die Besucher der Kurstadt, die komplett zweisprachig in deutsch und englisch vorgehalten werden. Zahlreiche Bildergalerien, ein Image-Film, attraktive Pauschalangebote und ein Wun-schunterkunfts-Konfigurator machen Lust auf einen Besuch und Aufenthalt in Bad Wildbad.

Das für Mobiltelefone optimierte Angebot „Bad Wildbad mobile“ wird zudem in der Kategorie „Innovation des Jahres“ ausgezeichnet. Die Stadt greift damit den Trend hin zum Mobilen Internet auf und ist bei den kleineren Kommunen in Deutschland ein Vorreiter in diesem Bereich. Die Darstellung des Mobilangebots auf den Displays von Smartphones ist sehr gut und eine direkte Anruffunktion per Mausklick bietet einen mediengerechten Mehrwert. Die Stadt Bad Wildbad hat damit das beste Mobilangebot unter allen Bewerbern und unterstreicht mit diesem Service eindrucksvoll die konsequente Zielgruppenorientierung ihres Internetauftritts.

Die Stadt Schiltach (Landkreis Rottweil, www.schiltach.de) ist Preisträger in der Jubi-läumskategorie „Bestes InternetDorf der letzten zehn Jahre“ . Die Stadt Schiltach ist die einzige Kommune in Baden-Württemberg, die es bereits zweimal geschafft hat, den Wettbewerb für sich zu entscheiden. Bereits im Jahr 2001 bei der dritten Ausschrei-bung des Landewettbewerbs konnte die Schwarzwaldkommune die Jury zum ersten Mal überzeugen. Seitdem hat die Stadt ihr Internetangebot konsequent gepflegt, weiterentwickelt und ausgebaut, so dass sie im Jahr 2007 erneut den Titel InternetDorf gewann. Schiltach bietet einen der umfangreichsten und jedes Jahr mit neuen Funktionalitäten ausgestatteten Internetauftritte, der seit acht Jahren Maßstäbe setzt. Highlights des Auftritts sind z.B. das Projekt „Schiltacher Zeitzeugen“, das Stadtwiki, einen Stadtrundgang mit 360°Panoramabildern und der erstklassige Bürgerservice, bei dem die Inhalte des Verwaltungsportals „ service-bw “ des Landes integriert sind. Der Zugang zu den elektronischen Verwaltungsdienstleistungen sowie die Navigation allgemein und die grafische Gestaltung des Internet-Angebots sind hervorragend. Die hohe Qualität des Internetangebots und die kontinuierliche Weiterentwicklung haben die Jury dann dieses Jahr ein drittes Mal überzeugt.

Die Stadt Korntal-Münchingen (Landkreis Ludwigsburg, www.korntal-muenchingen.de) erhält den Preis für die „Beste Barrierefreiheit“, also für das beste behindertengerechte Angebot. Hinsichtlich des uneingeschränkten Zugangs für jeden Nutzer zu allen Info rmationen ist der Internetauftritt der Gemeinde vorbildlich. Korntal-Münchingen erfüllt die meisten der geprüften Kriterien. Die Internet-Seite ist für Menschen mit verschiedenen Behinderungen gut nutzbar. Blinde Besucher können sich auf der Seite einfach bewegen, weil es logische Überschriften und Links gibt. Positiv aufgefallen ist außerdem die Sprungmarke, die das Überspringen der Navigation erlaubt. Blinde Nutzer müssen sich nicht jedes Mal die komplette Navigation vorlesen lassen und sparen so Zeit. Die Kontraste sind sehr gut und die Schrift kann individuell vergrößert werden, so dass Sehbehinderte Internet-Besucher die Schriften gut lesen können. Nutzer, die keine Maus bedienen können, bewegen sich problemlos mit der Tastatur durch die Seiten.

Die Ferienregion Münstertal-Staufen (Zweckverband Breisgau-Süd Touristik mit den Gemeinden Ballrechten-Dottingen, Münstertal und der Stadt Staufen, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, www.muenstertal-staufen.de) gewinnt den Preis für das „Beste Tourismusangebot“. Der Internetauftritt zeichnet sich durch ein ansprechendes und innovatives Webdesign aus. Durch eine klare Navigationsstruktur findet sich der Besucher jederzeit gut in dem Angebot zurecht. Attraktive Bilderwelten machen Lust auf Natur, Kultur sowie gutes Essen und Trinken in „einer der schönsten Ecken im Schwarzwald“. Ausführliche Informationen zu Ausflugszielen, Wanderrouten, Veranstaltungen und Angeboten runden die Präsentation ab. Außerdem bietet die Ferienregion ein umfangreiches System zur Suche von Gastgebern und der Online-Reservierung von Unterkünften. Auch, dass das Portal als interkommunales Kooperationsprojekt von mehreren Gemeinden gemeinsam betrieben wird, wurde von der Jury als Pluspunkt gewertet. Gerade im Tourismus-Marketing macht es Sinn, sich an Naturräumen und Regionen zu orientieren und nicht an den Gemeindegrenzen.

Zu den besten zehn Kommunen gehören außerdem:
Dettingen an der Erms (Landkreis Reutlingen, www.dettingen-erms.de); Friolzheim (Enzkreis, www.friolzheim.de); Hardt (Landkreis Rottweil, www.hardt-online.de); Murrhardt (Rems-Murr-Kreis, www.murrhardt.de); Sternenfels (Enzkreis, www.sternenfels.de); Wiernsheim (Enzkreis, www.wiernsheim.de)

Zusatzinformation:
Der Wettbewerb InternetDorf (www.internetdorf.de) wird seit dem Jahr 1999 veranstaltet, um kommunale Angebote im Internet weiter zu verbessern.

Zur Fachjury gehörten Alexander Hornung (Ernst & Young, Stuttgart), Dr. Albert Hermann (Innenministerium Baden-Württemberg), Ute Klaus (Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg), Brigitte Luckhardt (WEB for ALL, Heidelberg), Jörg Rühl (seitenblick interaktive medien GmbH, Stuttgart), Alexander Schaeff (Fachzeitschrift „ Kommune21 “, Tübingen), Bürgermeister Thomas Schenk (Gemeinde Schenkenzell ; Gemeindetag Baden-Württemberg) und Veit Strasser (MFG Baden-Württemberg). Bei der Bewertung des Gesamtsiegers wurde auch das Votum der teilnehmenden Gemeinden berücksichtigt.

Der Gesamtsieger erhält ein Preisgeld in Höhe von 7.500 Euro. Die weiteren Kategorien sind jeweils mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro dotiert.

Quelle: Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum