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Wirtschaft | Mo, 01.08.2011 13:07

Baden-Württemberg fördert Erwerbstätigkeit von Frauen

Das Sozialministerium will bis 2014 bis zu sechs überregionale Modellprojekte zur Integration von langzeitarbeitslosen Frauen in den Arbeitsmarkt fördern. Hierfür stehen drei Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und ergänzende Mittel aus dem Landeshaushalt bereit.


„Frauen sind am Arbeitsmarkt nach wie vor benachteiligt“, erläuterte Arbeitsministerin Katrin Altpeter den Förderaufruf. „Sie unterbrechen ihre Berufstätigkeit oft wegen familiärer Aufgaben. Der Wiedereinstieg ist schwierig und führt oft in prekäre Arbeitsverhältnisse.“ Frauen würden oft auf Arbeitsplätze mit niedrigem Einkommensniveau und geringen Aufstiegschancen abgedrängt. Sie stellten 85 Prozent der Teilzeitbeschäftigten und fast zwei Drittel aller Minijobber. Ihre Erwerbstätigkeit sei geringer, ihre Arbeitslosigkeit aber höher im Vergleich zu Männern. „Diese strukturelle Benachteiligung von Frauen wollen wir überwinden. Mit den Modellprojekten können wir neue Wege erproben“, so die Ministerin.

Das Sozialministerium will Projekte fördern, die Frauen nach längeren Erwerbspausen zum Wiedereinstieg in die Berufstätigkeit motivieren, gerade auch in bislang männerdominierte Zukunftsbranchen. Geringfügig beschäftigten Frauen sollen Erwerbsalternativen aufgezeigt werden. Insbesondere Frauen mit Migrationshintergrund – eine am Arbeitsmarkt besonders benachteiligte Personengruppe – sollen bei der Entwicklung von fachlichen und sozialen Kompetenzen unterstützt werden. Hauptzielgruppe der Förderung sind langzeitarbeitslose Frauen, auch aus dem Rechtskreis des SGB III ohne Leistungsansprüche.

Anträge für Projekte mit einer Laufzeit bis zu drei Jahren können bis 30. September 2011 bei der Landeskreditbank in Karlsruhe eingereicht werden. Der Förderaufruf ist auf der Webseite www.esf-bw.de veröffentlicht.

(Redaktion)