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| Do, 21.08.2008 11:04

Baden-Württemberg nimmt im europäischen Studierendenaustausch eine Spitzenstellung ein

Staatssekretär Birk: Landeshochschulen partizipieren auch in 2006/07 überproportional an den ERASMUS-Programmen


Baden-Württemberg nimmt im europäischen Studierendenaustausch eine Spitzenstellung ein. 3.830 Studierende von 61 baden-württembergischen Hochschulen haben an einer anderen europäischen Hochschule studiert. Dies ist ein Ergebnis der neuesten statistischen Erhebungen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

„Die baden-württembergische Beteiligung am europäischen ERASMUS-Programm war auch im Studienjahr 2006/07 sehr erfreulich. Die Auslandsaufenthalte ermöglichen den Studierenden andere wissenschaftliche Gepflogenheiten und Mentalitäten kennen zu lernen. Damit steigern sie ihre interkulturelle Kompetenz und sind für die Anforderungen des globalisierten Arbeitsmarktes gut vorbereitet“, sagte Staatssekretär Dr. Dietrich Birk am 20. August in Stuttgart zu den Ergebnissen der Studie.

Der Bericht hat die zahlenmäßige Entwicklung der Studierenden- und Dozentenmobilität im Rahmen von SOKRATES/ ERASMUS im Hochschuljahr 2006/07 untersucht. Demnach ist Baden-Württemberg das Land mit der größten Hochschulbeteiligung (61 Hochschulen). Bei den Studierenden liegt Baden-Württemberg mit 3.830 von bundesweit 23.884 Studierenden an zweiter Position.

Für die Studierenden aus Baden-Württemberg waren insbesondere Frankreich (831 Studierende), Spanien (726 Studierende), Großbritannien (593 Studierende) und Schweden (366 Studierende) beliebte Ziele. Das Interesse lag damit traditionsgemäß vorwiegend an Aufenthalten in Nord- und Westeuropa. Aus den mitteleuropäischen Staaten erfreuen sich insbesondere Polen und die Tschechische Republik großer Beliebtheit bei den deutschen Studierenden.

Bei den Entsendehochschulen liegt die Universität Freiburg mit 570 Studierenden landesweit an der Spitze. Es folgen die Universitäten Heidelberg (507 Studierende), Tübingen (424 Studierende) und Konstanz (210 Studierende). Im Jahr 2006/07 erhielten die Hochschulen in Baden-Württemberg Fördermittel in Höhe von 3,5 Mio. Euro für den europäischen Austausch. Dies entspricht ca. 15,4 Prozent des von der EU bereitgestellten deutschen ERASMUS-Budgets.

In Bezug auf die Dozentenmobilität ist Deutschland Entsendeland Nummer eins in Europa. 2.720 deutsche Dozenten haben im Rahmen der SOKRATES/ ERASMUS-Programme an einer europäischen Hochschule gelehrt. Davon kamen 320, rd. 11,8 Prozent, aus einer Hochschule in Baden-Württemberg. Beliebte Zielländer waren Frankreich (28 Dozenten), Italien (37 Dozenten), Großbritannien (33 Dozenten) und Polen (27 Dozenten).

Als Gastland ausländischer Studierender liegt Deutschland mit 17.881 Studierenden auf Platz drei hinter Spanien und Frankreich. Während die Zahlen der Gäste aus Nord- und Westeuropa weitgehend konstant geblieben sind, ist das Interesse der mittel- und osteuropäischen Studierenden an einem Aufenthalt in Deutschland hingegen gestiegen. Mit 5.722 Studierenden kamen 150 mehr als im Vorjahr aus diesen Ländern nach Deutschland.

Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg