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| Fr, 19.06.2009 10:21

Baden-Württemberg sozial! – Integratives Theatertreffen mit „Kultur vom Rande“

Die Heimattage Baden-Württemberg bieten den Rahmen und die Kulisse für dieses Treffen besonderer Theatergruppen aus ganz Baden-Württemberg. Unter dem Motto "Theater kreuz und quer" steht Reutlingen vom 18. bis 20. Juni ganz im Zeichen des integrativen Theaters.

Integratives Theatertreffen in Reutlingen mit Kultur vom Rande (Foto: Alex Müller)

Integratives Theatertreffen in Reutlingen mit Kultur vom Rande (Foto: Alex Müller)


Das Theatertreffen Kultur vom Rande ist ein Festival für Theatergruppen, in denen Menschen mit Behinderung künstlerisch aktiv sind. Im Reutlinger Kulturleben ist Kultur vom Rande längst eine feste Größe und hat bereits weit darüber hinaus ähnliche Festivals inspiriert. Das Anliegen des Festivals ist es, die Grenzen zwischen vermeintlicher Normalität und Besonderheit aufzulösen, Verständnis für das Andere und den selbstverständlichen Umgang miteinander zu fördern. An drei Tagen treffen sich Theaterensembles, die mit Spieler/innen mit Behinderung arbeiten. In Workshops stellen sie ihre Arbeiten und Produktionen vor.

Eröffnet wird das Festival am Donnerstag, 18. Juni im Kulturzentrum franz.K.

18.30 Uhr, „The Living Music Box“: Die beiden Multitalente aus Hamburg, die blinden Musiker Carsten Schnathorst und Torsten Graf, zählen mittlerweile über 50 Songs zu ihrem Repertoire. Neben bewährten Klassikern und Hits von den Beatles, Donovan, Elvis Presley, Smokie, Phil Collins, den Bee Gees, Toto, Simon & Garfunkel oder Cat Stevens spielen die Hamburger Musiker auch wunderschöne Eigenkompositionen. Im Übrigen kann man bei dem Duo auch Musikwünsche bestellen - wie bei einer „Musicbox“.

19.30 Uhr, DoxCompanna, Konstanz: Beim Masken-Theaterstück „DamnundHern und der Himmel auf Erden“ begegnen sich freche, frivole und groteske Figuren: der Nachbar mit seiner Gießkanne, die Nonnemit dem großen Herzen, der Kioskbesitzer und der Ordnungshüter mit den kleinen undgroßen Sorgen.

Das Theater Reutlingen Die Tonne und Baff präsentieren am Freitag, 19. Juni, 19.30 Uhr "McBeth".

Als Vorlage der Theaterproduktion dient Shakespeare-Klassiker um Macbeth, der angestachelt von den Prophezeiungen der drei Hexen und seiner ehrgeizigen Frau, den König von Schottland umbringt, um selbst den Thron zu besteigen. Das Stück "McBeth" wird hier in einer extra mit den SpielerInnen mit Behinderung gemeinsam entwickelten Version auf die Bühne gebracht. In einem spannenden, grotesken Spiel um die Themen Macht und Schicksal geht es auch um die Frage, wie weit der Mensch seinem vorbestimmten Schicksal ausgeliefert ist.

Als besonderes Ereignis soll das „Theater kreuz und quer“ am Samstag, 20. Juni, zwischen 15.30 und 18.00 Uhr ein Zusammenspiel verschiedener Gruppen ermöglichen. Zu diesem Wandeltheater wurden integrativ arbeitende Gruppen eingeladen, an verschiedenen Spielorten in der Reutlinger Innenstadt in Anlehnung an den Sturmbock von HAP Grieshaber (1909–1981) Bilder der Reutlinger Geschichte in Szene zu setzen.

Das Gastspiel der Heldringtheatergroep aus Amsterdam mit „Der Traum von der Hand, die das Wasser streichelt“ um 20 Uhr bildet den Abschluss des  Theatertreffens. Die Musik-Theater-Tanz-Aufführung von soziokulturell benachteiligten Jugendlichen aus Amsterdam ist ein faszinierendes Spektakel zu Liedern der türkischen Sängerin Sezen Aksu. Die Träume beziehen sich auf das Miteinander von Jungen und Mädchen und werden multimedial in Szene gesetzt.

(Quelle: Stadt Reutlingen)