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Wirtschaft | Do, 03.11.2011 08:56

Baden-Württemberg verzeichnet im Oktober geringste Arbeitslosigkeit seit 1992

Der kräftige Wirtschaftsaufschwung hat den baden-württembergischen Arbeitsmarkt auch im Oktober weiter angetrieben. Im Oktober wurden die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit 1992 erreicht. Insgesamt waren im letzten Monat in Baden-Württemberg 207.772 Menschen arbeitslos gemeldet, im September waren es noch 215.938. Dies erklärten Arbeitsministerin Katrin Altpeter und Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid am Mittwoch (2.11.) anlässlich der Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen in Stuttgart.

Arbeitslosenquoten im Ländervergleich im Oktober 2011. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit)

Arbeitslosenquoten im Ländervergleich im Oktober 2011. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit)


In vielen Regionen liegt die Arbeitslosigkeit unter der landesweiten Arbeitslosenquote von nur noch 3,7 Prozent. Anhalten positiv ist auch die Entwicklung bei den gemeldeten offenen Stellen. Im Oktober waren 78.947 Stellen unbesetzt, was einem Anstieg um 31,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht.

Doch vor allem Alleinerziehende, junge Menschen ohne Berufsabschluss und Arbeitslose mit Migrationshintergrund seien weiterhin am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffen. Derzeit gibt es in Baden-Württemberg noch immer rund 61.000 Langzeitarbeitslose. Fast ein Drittel aller Arbeitslosen ist seit mehr als einem Jahr ohne Beschäftigung und damit auf Unterstützung angewiesen. Altpeter: „Mit Hochdruck arbeiten wir an einem Landesarbeitsmarktprogramm, das auch diesem Personenkreis eine echte Chance auf Ausbildung oder eine gesicherte Beschäftigung bieten soll.“

Mit diesem Landesarbeitsmarktprogramm sollen die Benachteiligten auf dem Arbeitsmarkt in Ergänzung zu den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen des Bundes, der Bundesagentur für Arbeit und der Kommunen neue Perspektiven auf Jobs im ersten Arbeitsmarkt oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in einem sozialen Arbeitsmarkt bekommen. Das Programm ist zugleich auch ein weiterer Baustein zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Baden-Württemberg.

„Die anhaltend starke Nachfrage nach Arbeitskräften macht Mut, dass der Arbeitsmarkt trotz gestiegener Konjunkturrisiken stabil bleibt. Als Wirtschaftsminister bin ich erfreut und alarmiert zugleich, wenn die Anzahl der offenen Stellen weiter steigt. Wir müssen Vorsorge treffen, dass offene Stellen im Sinne der Unternehmen schnell und passgenau besetzt werden können“, erklärt Finanz- und Wirtschaftsminister Schmid.

(Redaktion)