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Wirtschaft | Fr, 20.05.2011 13:15

Baden-Württemberger gaben 2009 weniger Geld für privaten Konsum aus

Im Jahr 2009 konsumierten die privaten Haushalte in Baden-Württemberg Waren und Dienstleistungen im Wert von 197,4 Milliarden Euro. Wie das Statistische Landesamt nach Berechnungen des Arbeitskreises »Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder« mitteilt, entspricht dies gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang der privaten Konsumausgaben um 1,2 Prozent.


Damit lagen die nominalen, also nicht preisbereinigten Konsumausgaben erstmals seit 1991 unter ihrem Vorjahresniveau. Real verringerte sich der Verbrauch an Waren und Dienstleistungen aufgrund des annähernd stabilen Preisniveaus in 2009 im Vorjahresvergleich ebenfalls um 1,2 Prozent.

Bundesweit fiel das reale Minus mit 0,2 Prozent geringer aus. Ursächlich für den rückläufigen Konsum im Jahr 2009 war die in Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise zu verzeichnende negative Entwicklung des Verfügbaren Einkommens. Allerdings gingen die Konsumausgaben der privaten Haushalte weniger stark zurück, als das ihnen für Konsum- und Sparzwecke zur Verfügung stehende Einkommen. Dazu dürften auch die durch die Umweltprämie – auch Abwrackprämie genannt – geförderten Käufe von Kraftfahrzeugen beigetragen haben.

Im Durchschnitt konsumierte jeder Baden-Württemberger im Jahr 2009 Waren und Dienstleistungen im Wert von 18.370 Euro. Damit lag der Südwesten unter den Flächenländern an der Spitze und mit gut 1.130 Euro bzw. annähernd 7 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 17.230 Euro je Einwohner. Lediglich in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen wurde der baden-württembergische Pro-Kopf-Konsum mit 21.860 und 19.780 Euro übertroffen. Unter den Flächenländern folgten auf Baden-Württemberg die Länder Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Unterdurchschnittliche private Konsumausgaben finden sich nach wie vor in den neuen Bundesländern, wobei Brandenburg mit 14.700 Euro den Pro-Kopf-Verbrauch in Ostdeutschland anführte. Den letzten Platz nahm im Bundesländervergleich Mecklenburg-Vorpommern ein: Hier konsumierten die Bürgerinnen und Bürger durchschnittlich fast 14.000 Euro, rund 19 Prozent weniger als im Durchschnitt des Bundesgebiets.

(Redaktion)