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Vermischtes | Di, 22.06.2010 13:23

Baden-Württemberger haben innerhalb der EU mit die höchste Lebenserwartung

Baden-Württemberg hat seit Beginn der 70er-Jahre im bundesweiten Vergleich regelmäßig die höchste Lebenserwartung Neugeborener. Ein neugeborener Junge kann heute im Südwesten auf eine durchschnittliche Lebenserwartung von 78,6 Jahren hoffen, ein neugeborenes Mädchen sogar auf 83,3 Jahre. Dagegen liegt die Lebenserwartung neugeborener Mädchen in Deutschland bei 82,4 Jahren, die der Jungen bei 77,2 Jahren. Damit haben baden-württembergische Knaben bei der Geburt die Aussicht auf eine um 17 Monate höhere Lebenserwartung als im Bundesdurchschnitt, bei den Mädchen sind es immerhin 11 Monate mehr.


Aber auch verglichen mit den anderen 26 Staaten der Europäischen Union belegt Baden-Württemberg einen Spitzenplatz: Lediglich in Schweden und in Italien leben die Männer im Schnitt etwas länger als im Südwesten; die Lebenserwartung der Frauen im Land wird nur noch von der der Französinnen, Spanierinnen und Italienerinnen übertroffen.

Deutlich geringer ist die Lebenserwartung in den baltischen bzw. in den meisten osteuropäischen Staaten. Diese liegt bei den Frauen in Bulgarien, Rumänien und Litauen um bis zu acht Jahre niedriger als beim Spitzenreiter Frankreich. Erheblich größer ist diese Spannweite bei den Männern: In den baltischen Staaten haben neugeborene Jungen eine Lebenserwartung, die um bis zu 13 Jahre unter der der Schweden liegt.

In allen EU-Staaten haben die Frauen jeweils eine höhere Lebenserwartung als die Männer. Während der Unterschied in den Niederlanden, in Schweden und im Vereinigten Königreich nur etwa 4 Jahre beträgt, leben die Frauen in den drei baltischen Staaten im Schnitt etwa 11 Jahre länger als die Männer.

Die Gründe für die regional unterschiedliche Lebenserwartung sind vielfältig. Entscheidend hierfür dürften nicht zuletzt Unterschiede in der Ernährung, der medizinischen Versorgung und der Einkommensverhältnisse sein. Die höhere Lebenserwartung der Frauen gegenüber der der Männer dürfte teilweise genetisch bedingt, vor allem aber auch auf unterschiedliche Verhaltensweisen zurückzuführen sein.

(Redaktion/Stat. LA)