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Wirtschaft | Fr, 30.11.2012 13:04

Baden-württembergische Exporte in den ersten drei Quartalen im Plus

Baden-Württemberg exportierte in den ersten neun Monaten des Jahres 2012 Güter im Wert von 133,9 Milliarden Euro. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes waren das 5,1 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurden Waren im Wert von 108,7 Milliarden Euro importiert. Das entspricht einem Plus von 1,9 Prozent. In beiden Handelsrichtungen übertraf Baden-Württemberg die durchschnittliche Entwicklung im gesamten Bundesgebiet (Ausfuhren +4,1 Prozent, Einfuhren +1,1 Prozent).


Die in den Monaten Januar und Februar erzielten überdurchschnittlichen Exportzuwächse wurden im Jahresverlauf nicht mehr erreicht. Im September 2012 lagen die Ausfuhren mit einem Wert von 14,6 Mrd. Euro sogar um 3,1 Prozent unter dem Ergebnis von September 2011. Importiert wurden hingegen im September mehr Waren (12,3 Mrd. Euro bzw. plus 1,2 Prozent) als im Jahr zuvor.

Im gesamten Zeitraum Januar bis September 2012 waren noch für einige der für die baden-württembergische Exportwirtschaft wichtigen Warengruppen Zuwächse oder zumindest ein unverändertes Exportvolumen zu registrieren. Die bedeutendste Gütergruppe im Export Kraftwagen und Kraftwagenteile verzeichnete ein Plus von 5,2 Prozent (30,4 Mrd. Euro). In der zweitwichtigsten Warengruppe Maschinen wurde nahezu der Vorjahreswert erzielt (28,3 Mrd. Euro). Die in der Rangfolge drittwichtigsten pharmazeutischen Erzeugnisse legten hingegen mit plus 17,4 Prozent nicht nur deutlich auf 12,2 Mrd. Euro zu, sondern erhöhten auch noch ihren Anteil am Export insgesamt von 8,2 auf 9,1 Prozent.

Im September 2012 hat sich jedoch die Exportentwicklung nahezu aller wichtigen Warengruppen verschlechtert. So verzeichneten die wichtigsten Gruppen Kraftwagen und Kraftwagenteile sowie Maschinen Rückgänge der Ausfuhrwerte um 5,4 bzw. 9,2 Prozent. Eine deutlich gegenläufige Entwicklung ist bei den pharmazeutischen Erzeugnissen« mit plus 20,5 Prozent festzustellen.

Knapp zwei Drittel der baden-württembergischen Exporte (87,4 Mrd. Euro) gingen auch in den ersten neun Monaten des Jahres in das europäische Ausland und die Hälfte in die EU (67,5 Mrd. Euro). Damit erhöhten sich die europäischen Exporte um 3,3 bzw. 2,4 Prozent. Die USA – der wichtigste Handelspartner Baden-Württembergs – baute mit einem Plus von 18,6 Prozent seine Spitzenposition weiter aus (13,7 Mrd. Euro). Nach wie vor liegen die Exportwerte der Nachbarländer Schweiz (11,7 Mrd. Euro) und Frankreich (11,1 Mrd. Euro) nah beieinander. Allerdings konnte die Schweiz mit einer Steigerung von 9 Prozent den Abstand etwas vergrößern. Die Ausfuhr nach China (10,4 Mrd. Euro) erhöhte sich in den ersten drei Quartalen um 5,7 Prozent. Besonders stark entwickelten sich die baden-württembergischen Handelsströme in das Vereinigte Königreich (+16,3 Prozent bzw. 7,5 Mrd. Euro), so dass es von Platz 8 auf Platz 6 im Rang der wichtigsten Zielländer vorrückte. Dem stehen deutliche Rückgänge der Exporte nach Italien (−12,6 Prozent) gegenüber.

(Redaktion)