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Wirtschaft | Di, 25.11.2014 10:32

Baden-Württembergische Exporte legen um fast fünf Prozent zu

In den ersten neun Monaten des Jahres exportierten baden-württembergische Unternehmen Güter im Wert von 135 Mrd. Euro. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 6 Mrd. Euro oder 4,9 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig importierte der Südwesten Waren im Wert von 114 Mrd. Euro, was einem Plus von 8,1 Prozent entspricht. Der baden-württembergische Außenhandel zeigte sich damit im bisherigen Jahresverlauf dynamischer als der deutsche Außenhandel insgesamt (Ausfuhr: +3,5 Prozent, Einfuhr: +2,1 Prozent). Das teilt das Statistische Landesamt mit.


Von Januar bis September lagen alle Ausfuhrwerte über den Ergebnissen der Vorjahresmonate. Die höchste Nachfrage nach baden-württembergischen Produkten wurde in den Monaten Juli und September (jeweils über 16 Mrd. Euro) gemessen.

Die bedeutendste Güterposition im Export „Kraftwagen und Kraftwagenteile“ (33,6 Mrd. Euro), trug mit einem Plus von knapp vier Mrd. Euro oder 12,5 Prozent einen erheblichen Teil zur positiven Entwicklung der baden-württembergischen Ausfuhr bei. Weiterer Wachstumsträger in den ersten drei Quartalen 2014 waren die pharmazeutischen Erzeugnisse (12,4 Mrd. Euro). Die wertmäßige Steigerung belief sich hier auf annähernd 2 Mrd. Euro oder 16,3 Prozent. Die Exporte der in der Rangfolge zweitwichtigsten Ausfuhrgüter Maschinen (27,7 Mrd. Euro) verharrten hingegen auf dem Vorjahresniveau. Auch die Versendungen von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen sowie elektrischen Ausrüstungen legten spürbar zu (+3,3 bzw. + 3,8Prozent).

Gleichzeitig fragte Baden-Württemberg verstärkt Waren aus dem Ausland nach. In den für den Import wichtigen Gütergruppen pharmazeutische Erzeugnisse sowie Kraftwagen- und Kraftwagenteile erhöhten sich die Einfuhrwerte deutlich (um 18,2 Prozent auf 12,3 Mrd. Euro bzw. um 10,2 Prozent auf 11,5 Mrd. Euro), ein Indiz für die enge internationale Verflechtung in diesen Branchen.

Die baden-württembergischen Ausfuhren in Länder der Europäischen Union (68,9 Mrd. Euro) nahmen in den ersten drei Quartalen 2014 mit einem Plus von 5,1 Prozent deutlich zu. Die Hälfte der Exporterlöse wurde in diesen Ländern erzielt. Etwas verhaltener verlief die Entwicklung in der Eurozone (45 Mrd. bzw. +1,9 Prozent), auch wenn positive Impulse aus den südlichen Ländern Europas festzustellen waren.

Die Nicht-Eurozone nimmt als Handelspartner nach wie vor an Bedeutung zu: hier stiegen die Ausfuhrwerte um 11,6 Prozent auf 23,9 Mrd. Euro. Die USA als wichtigstes Zielland baden-württembergischer Produkte, baute mit einem Plus von 10,8 Prozent seine Spitzenposition nochmals aus (15,4 Mrd. Euro). Platz zwei nimmt unverändert Frankreich (10,6 Mrd. Euro; +1,6 Prozent) ein. Mit plus 19,7 Prozent hält die starke Nachfrage aus China (10,6 Mrd. Euro) weiter an, so dass China inzwischen drittwichtigster Handelspartner Baden-Württembergs ist.

Die Ausfuhr in das Nachbarland Schweiz verblieb mit 9,8 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums; dies entspricht der vierten Position im Länderranking. Obwohl das Vereinigte Königreich (8,5 Mrd.) ein Exportplus von 12,3 Prozent aufwies, nimmt es weiterhin den 6. Platz ein und die Niederlande (9,0 Mrd. Euro) konnten ihre Position als fünftwichtigster Handelspartner noch behaupten. Positiv entwickelten sich u.a. die europäischen Exportpartner Italien und Spanien, sowie Polen, die Tschechische Republik und Ungarn. Besonders stark zugelegt haben auch die Versendungen nach Rumänien. Die Russische Föderation hingegen importierte mit minus 13,1 Prozent deutlich weniger Güter aus Baden-Württemberg.

(Redaktion)