Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Mi, 27.10.2010 10:01

Baden-württembergische Exporte nehmen weiter zu

Die neuesten Außenhandelszahlen belegen ein weiterhin sehr dynamisches Wachstum der baden-württembergischen Warenexporte. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, lagen die Ausfuhrwerte im Ferienmonat August zwar saisonbedingt unter denen des Vormonats, doch der längerfristige Vergleich zeigt: das starke Exportwachstum setzt sich fort.


Die Exportwirtschaft im Südwesten hat im August diesen Jahres Waren im Wert von 11,1 Milliarden Euro und damit 29,8 Prozent mehr als im August 2009 ans Ausland verkauft. Von Januar bis August 2010 summieren sich die baden-württembergischen Ausfuhren bereits auf 97,9 Milliarden Euro. Sie liegen damit nur geringfügig unter dem entsprechenden Zeitraum der Jahre 2008 (-3,9%) wie auch 2007 (-1,3%) und lassen für das ganze Jahr 2010 eine Annäherung an die Rekordziffern der Vorkrisenjahre erwarten.

Die wichtigsten Ausfuhrgüter im laufenden Jahr sind Kraftfahrzeuge und Kfz-Teile. Sie machen 22,5 Prozent aller baden-württembergischen Exporte aus. An erster Stelle werden sie in die Vereinigten Staaten (15,2% aller Ausfuhren von Kfz und -Teilen) und nach China (12,1%) geliefert, danach folgen Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und an siebter Stelle Japan. Insgesamt wird die Hälfte (50,2%) aller in Baden-Württemberg gefertigten Autos und Autoteile an Abnehmer in Europa verkauft. Von Januar bis August 2010 lagen die Ausfuhren von Kfz und Kfz-Teilen um 53,3 Prozent über dem Niveau, das im Krisenjahr 2009 von Januar bis August erzielt wurde, und nur noch 5,8 Prozent unter dem entsprechenden Zeitraum 2008.

Von den Maschinen – mit 20,5 Prozent aller Exportwerte die zweitwichtigste Exportgüterkategorie – gehen die meisten nach China. 11,5 Prozent aller im Ausland verkauften Maschinen werden ins Reich der Mitte verschifft, danach folgen mit 9,4 Prozent die USA. Aber auch bei den Maschinen wird der Großteil, nämlich 54,5 Prozent, innerhalb Europas ausgeliefert, darunter Frankreich, Italien, Schweiz, Großbritannien, Österreich und auf Platz 8 Russland. Die Maschinenexporte haben sich nicht ganz so rasant erholt wie die Automobilexporte. Sie liegen aktuell 10,5 Prozent über den im Zeitraum Januar bis August 2009 erzielten Werten, aber noch 18 Prozent unter denen der entsprechenden Periode 2008.

Insgesamt stammten von Januar bis August in diesem Jahr 8,8 Prozent der Exporteinnahmen baden-württembergischer Unternehmen aus Verkäufen in die USA. Mit Frankreich, der Schweiz und den Niederlanden (8,3%, 8,2% bzw. 7,1% der Exportwerte) folgen westeuropäische Nachbarländer auf der baden-württembergischen Ausfuhrliste, während China mit 6,9 Prozent noch vor Österreich als aktuell fünftwichtigster Handelspartner rangiert.

(Redaktion)