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Wirtschaft | Mo, 27.02.2012 07:30

Baden-württembergische Exporte steigen um 13 Prozent – USA wichtigstes Exportland

Im Jahr 2011 wurden Güter im Wert von 172,4 Mrd. Euro aus Baden-Württemberg ausgeführt. Das sind 12,9 Prozent mehr als im Jahr 2010. Gleichzeitig importierte der Südwesten so viele Waren wie nie zuvor. Die Einfuhren erhöhten sich um 13,8 Prozent auf 143,7 Mrd. Euro. Damit wurde das schon 2010 über dem Vorkrisenniveau liegende Ergebnis nochmals deutlich übertroffen. In beiden Handelsrichtungen wurden auch 2011 historische Rekordwerte erreicht. Dies teilt das Statistische Landesamt mit.


In den ersten fünf Monaten des Jahres belief sich der Exportzuwachs auf beachtliche 18,9 Prozent. Danach schwächten sich die Zuwachsraten etwas ab. Dennoch lagen alle Quartalsergebnisse 2011 über den Vorjahreswerten und das Jahr schloss mit einem Spitzenergebnis für das 4. Quartal ab. Mit fast 16 Mrd. Euro wurden in den Monaten März und November die bisher höchsten monatlichen Ausfuhrwerte im mehrjährigen Vergleich erzielt.

Im vergangenen Jahr verzeichneten alle für die Exportwirtschaft wichtigen Warengruppen Zuwächse, wenn auch in unterschiedlichem Umfang. Wie schon im Vorjahr bauten die Ausfuhren von Autos und Lastwagen mit ihren jeweiligen Einzelteilen mit einem Plus von 11,7 Prozent nochmals ihre Position als wichtigste Warengruppe im Export aus. Ihr Anteil am Exportvolumen betrug 2011 22,7 Prozent. Auf die Maschinen, die ihre Ausfuhrwerte mit einer Zunahme von knapp 16 Prozent noch stärker steigerten, entfielen über 21,8 Prozent. Auch die in der Rangfolge der wichtigsten Exportprodukte folgenden Positionen Pharmazeutische Erzeugnisse sowie Datenverarbeitungsgeräte einschließlich elektronischer und optischer Erzeugnisse legten zwischen 6 und 8 Prozent zu. Der Export von elektrischen Ausrüstungen stieg sogar um knapp 13 Prozent.

Wie im Jahr zuvor gehen zwei Drittel der baden-württembergischen Ausfuhren in das europäische Ausland. Obwohl die Exporte stark expandierten (Europa insgesamt +12,6  Prozent, EU +10,8 Prozent, Eurozone +8,8 Prozent), sank der Anteil sowohl der Europäischen Union als auch der Eurozone am gesamten Außenhandel Baden-Württembergs leicht (EU von 52,5 auf 51,5 Prozent und Eurozone von 37,7 auf 36,3 Prozent). Mit einem Exportzuwachs von 15,9 Prozent konnte die USA die 2010 eingenommene Spitzenposition als wichtigster Handelspartner Baden-Württembergs nochmals stärken (15,8 Mrd. Euro). Unverändert auf Platz zwei und drei liegen die Nachbarländer Schweiz (14,7 Mrd. Euro) und Frankreich (14,1 Mrd. Euro). Die Ausfuhr nach China legte mit +20,1 Prozent auch dieses Jahr überdurchschnittlich zu und rückt nun mit einem Ausfuhrwert von 13,3 Mrd. Euro auf Rang 4 der wichtigsten Zielländer vor. Die Niederländer wurden auf Platz 5 verwiesen. Bemerkenswert sind sowohl die Exportsteigerungen in die Russische Föderation um ein Drittel auf 4,9 Mrd. Euro als auch in die Türkei (+21 Prozent auf knapp 3 Mrd. Euro). Dem steht ein leichter Rückgang der baden-württembergischen Exporte nach Spanien gegenüber.

(Redaktion)