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Wirtschaft | Do, 25.02.2016 08:47

Baden‑Württembergs Exporte legen 2015 um acht Prozent zu

Die baden-württembergischen Unternehmen erzielten im Jahr 2015 Exporterlöse in Rekordhöhe. Nach vorläufigen Ergebnissen wurden Güter im Wert von 194,8 Mrd. Euro ausgeführt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Baden‑Württemberg entsprach das einer Steigerung von 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.


Auch der Wert der importierten Waren erreichte mit 156 Mrd. Euro (+7,3 Prozent) einen neuen Spitzenwert. Wie schon im vergangenen Jahr entwickelte sich die badenwürttembergische Außenwirtschaft dynamischer als der deutsche Außenhandel (Ausfuhr: +6,4 Prozent, Einfuhr: +4,2 Prozent). Gleichzeitig erreichte BadenWürttemberg zum zweiten Mal den höchsten Exportwert im Vergleich der Bundesländer. Dieser lag um 7,4 Prozent über dem Wert Nordrhein-Westfalens (181,5 Mrd. Euro) und 8,9 Prozent über Bayern mit 178,9 Mrd. Euro.

Abgesehen von einem schwachen Start zu Jahresbeginn waren die monatlichen Exportzuwächse überdurchschnittlich und erreichten in den Sommermonaten Juni und Juli ihren Höhepunkt. Mit 18,0 Mrd. Euro wurde im Juli der bisher höchste monatliche Ausfuhrwert im mehrjährigen Vergleich erzielt.

Die für die badenwürttembergische Exportwirtschaft wichtigsten Warengruppen wurden alle verstärkt vom Ausland geordert. Die bedeutendste Warengruppe „Kraftwagen und Kraftwagenteile“ steigerte mit plus 10,3 Prozent ihren Ausfuhrwert auf 50,4 Mrd. Euro. Damit wurde allein in dieser Branche ein Viertel der badenwürttembergischen Exporterlöse erwirtschaftet. Die zweitwichtigste Position „Maschinen“ (39,5 Mrd. Euro) übertraf den Vorjahreswert um fünf Prozent. Eine positive Entwicklung zeigten gleichfalls die „Pharmazeutischen Erzeugnisse“ (+20,1 Prozent auf 19,8 Mrd. Euro), die inzwischen einen wertmäßigen Anteil an den Gesamtexporten von 10,2 Prozent haben.

Die Ausfuhren in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) legten 2015 mit plus 7,8 Prozent das zweite Jahr in Folge deutlich zu (98,0 Mrd. Euro). Gleichfalls kamen 2015 mit plus 6,1 Prozent positive Impulse aus der Eurozone (63,5 Mrd. Euro). Vor allem die südeuropäischen Länder Italien (+7,6 Prozent), Spanien (+13,1 Prozent) und Portugal (+9,0 Prozent) trugen zu dieser Entwicklung bei.

Nach wie vor zeigt sich die Nicht-Eurozone (+10,9 Prozent) als wichtiger Ausfuhrpartner BadenWürttembergs. Bedeutendster Wachstumsträger ist hier das Vereinigte Königreich (+12,8 Prozent auf 12,3 Mrd. Euro). Unverändert stark werden badenwürttembergische Produkte – insbesondere „Kraftwagen und Kraftwagenteile“ - in den Vereinigten Staaten nachgefragt (+22,2 Prozent auf 25,9 Mrd. Euro). Frankreich rückte 2015 wieder auf den zweiten Platz in der Rangfolge der wichtigsten Handelspartner auf (+3,1 Prozent auf 14,5 Mrd. Euro). Das sich abschwächende Wirtschaftswachstum Chinas spiegelt sich in einem Rückgang der Nachfrage nach badenwürttembergischen Gütern vor allem im zweiten Halbjahr 2015 wider.

China konnte so seinen zweiten Rang aus dem Jahr 2014 nicht mehr behaupten und ist inzwischen drittwichtigster Handelspartner BadenWürttembergs (-0,8 Prozent auf 13,9 Mrd. Euro). Auf den Plätzen vier und fünf befanden sich wie im vergangenen Jahr die Schweiz (+2,5 Prozent auf 13,4 Mrd. Euro) und die Niederlande (+10,2 Prozent auf 12,9 Mrd. Euro).

Was den asiatischen Raum anbelangt, verzeichneten die Exporteure vor allem aus der Republik Korea (+28,2 Prozent auf 5,0 Mrd. Euro), aus den ASEAN-Ländern (+15,3 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro), aber auch aus Indien (+21 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro) ein Nachfrageplus. Stark rückläufig waren hingegen mit minus 6,5 Prozent die Exporte nach Japan (3,8 Mrd. Euro).

(Redaktion)